Nach dem äußerst knappen Ergebnis der Landtagswahl in Baden-Württemberg streiten CDU und Grüne über den Vorschlag einer Teilung der Amtszeit. Wahlgewinner Cem Özdemir (60) hat Ideen aus der Union, den Posten des Ministerpräsidenten zu teilen, scharf zurückgewiesen – und den Regierungsanspruch der Grünen unterstrichen. Auch wenn es nur eine Stimme mehr gäbe, wäre klar, wer den Ministerpräsidenten stelle, sagte Özdemir am Montag in Stuttgart. Das sei Tradition. Man werde auch keine Doppelspitze bilden. „Wir machen erwachsene Politik, die Situation ist einfach zu ernst für Quatsch aller Art.“
Bei der Wahl am Sonntag hatten die Grünen mit 30,2 Prozent knapp Platz 1 vor der CDU mit 29,7 Prozent erreicht. Im neuen Landtag kommen aber beide Fraktionen auf jeweils 56 Mandate. Die SPD war auf 5,5 Prozent abgesackt. Eine Fortführung der Koalition aus Grünen und CDU ist derzeit die einzig realistische Regierungsoption.
Wir berichten über die Landtagswahl in Baden-Württemberg im Newsblog.
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mit Material von AFP/dpa/epd




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