Einen ersten Dämpfer musste Markus Söder bei der Kommunalwahl in Bayern bereits einstecken. In der bayerischen Landeshauptstadt landete der CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner mit 21,3 Prozent nur auf Platz drei – hinter Dominik Krause von den Grünen (29,5 Prozent) und dem bisherigen Amtsinhaber von der SPD Dieter Reiter (35,6 Prozent). Für Krause und Reiter geht es damit am 22. März in die Stichwahl.

Baumgärtner sagte: „Ich glaube, dass wir wirklich alles gegeben haben, was Frauschaft, Mannschaft und Material hergibt.“ Er gratuliere Reiter und Krause zur Stichwahl. Söder sprach bei einer Pressekonferenz am Montag von einem insgesamt „guten Sonntag für die CSU“. Die Partei sei stadt- und landübergreifend stabil und stark vertreten. Dennoch gab es auch Enttäuschungen: „Der Amtsbonus hat nicht automatisch gezogen wie in der Vergangenheit.“ Die verpasste Stichwahl in München sei ärgerlich.

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So ist klar: Mit dieser Stichwahl wird München auch für die nächsten sechs Jahre nicht in CSU-Hand sein. Ganz anders sieht es in Söders Heimatstadt aus. Die CSU kann ihre Mehrheit im Nürnberger Stadtrat ausbauen. Nach Auszählung eines Großteils der Stimmen lag die CSU bei 46,3 Prozent, vor der SPD mit 26,4 und den Grünen mit 10,2 Prozent. Obwohl es anfangs noch nach einem Platz unter den Top Drei aussah, verpasste hier AfD-Kandidat Roland‑Alexander Hübscher (9,1 Prozent) einen zweistelligen Wert und den Podiumsplatz.

Für den ja eigentlich absolute Mehrheiten gewohnten CSU-Chef geht es auch in Bayerns drittgrößter Stadt in eine Stichwahl. In Augsburg erreichte Amtsinhaberin Eva Weber (CSU) 34,0 Prozent der Stimmen und lag damit vor Florian Freund von der SPD (19,9 Prozent). CSU-Generalsekretär Martin Huber sprach am Wahlabend von „sehr vielen, sehr guten Ergebnissen“. Und das, obwohl noch einige Stichwahlen anstehen. Für Huber steht jedoch fest: „Die CSU ist und bleibt die Kommunalpartei Nummer eins in Bayern.“ Söder gab am Montag primär der AfD die Schuld an den vielen Stichwahlen. Die Partei ist als „neuer, starker Player aufgetreten“.

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„Top-Scorer“ der Kommunalwahl: Ehemann von Dorothee Bär gewinnt Landkreis

Neben den Stichwahlen kann der CSU-Vorsitzende ebenso kleine Höhepunkte für sich beanspruchen: In mindestens 24 Landkreisen haben die CSU-Kandidaten glatt gewonnen, das endgültige Endergebnis soll erst am Mittwoch feststehen. Unter den „Top-Scorern“, wie Söder sie nennt, ist unter anderem Oliver Bär, der Ehemann von Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU). Mit 75 Prozent im Landkreis Hof holte er sich den Platz vor Alexander Mosena (SPD).

Zudem wurde mit Philine Blees (CSU) eine 27-Jährige mit stolzen 89,5 Prozent der Stimmen Bürgermeisterin in Obermaiselstein (Schwaben). Sie kommt primär bei den jüngeren Wählern an: Während der kleine Ort nur etwas mehr als 1000 Einwohner hat, folgen ihr mehr als 3000 Menschen auf Instagram.

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Und Söder hat nicht nur die wohl jüngste bayerische Bürgermeisterin in seiner Partei, sondern auch Prominenz: TV-Koch Alexander Herrmann („The Taste“) wagte einen Schritt in die Politik – er ist nun Mitglied des Kulmbacher Kreisrats. Nach dem vorläufigen Ergebnis zog er auf der CSU-Liste in das Kommunalparlament ein. Dabei hatte der Gastronom aus Wirsberg auf dem 50. und letzten Listenplatz kandidiert.