Zusammenfassung
- Der größte Flugzeugträger der Welt wurde im Iran-Krieg eingesetzt
- Doch wegen mehrerer Pannen muss die „USS Gerald R. Ford“ repariert werden
- Das Schiff hat nun den Hafen in Kreta wieder verlassen
Die „USS Gerald R. Ford“ hat mehr als nur ein Problem. Auf dem mit 333 Metern Länge größten Kriegsschiff der Welt jagt derzeit eine Panne die nächste. Zuletzt befand sich der Flugzeugträger laut dem US-Militär wegen des Kriegs mit dem Iran im Roten Meer. Doch nach zehn Monaten auf See gerieten Schiff und Besatzung an ihre Grenzen. Nach einer Zwischenstation geht es nun wieder weiter.
Iran-Krieg: Vorfall zwang Kriegsschiff zu einer Pause – nun geht die Fahrt weiter
Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die „USS Gerald R. Ford“, hat die Souda-Bucht auf Kreta wieder verlassen und nach Informationen aus Militärkreisen Kurs auf das kroatische Split genommen. Dies berichten übereinstimmend griechische Medien. Auf dem Luftwaffen- und Marinestützpunkt wurde das Schiff nach Angaben aus Militärkreisen repariert. Hintergrund der kleinen Unterbrechung soll ein Brand an Bord gewesen sein. Dieser demoralisiere auch die Militärangehörigen.
„Gerald R. Ford“: So sieht es an Bord des US-Flugzeugträgers aus
Zum Brand an Bord des US-Flugzeugträgers kamen zuletzt weitere Details ans Licht. So habe das Feuer mehr als 30 Stunden gewütet. Der Brand war laut Militärvertretern am Donnerstag, 12. März, im Hauptwaschraum ausgebrochen, vermutlich in einem Trockner-Lüftungsschacht. Rund 600 Seeleute und Crewmitglieder verloren wegen des Brandes ihre Schlafplätze, wie die „New York Times“ berichtete. Sie konnte Matrosen nur anonym befragen, da sich die Besatzung nicht offiziell äußern darf.
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USS Gerald R. Ford: Stundenlanger Brand und ein Fäkal-Problem
Sie übernachten laut „New York Times“ provisorisch auf Böden und Tischen in Gemeinschaftsbereichen. Zwei Matrosen werden den Angaben zufolge wegen nicht lebensbedrohlicher Verletzungen medizinisch behandelt. Besatzungsangehörige berichten zusätzlich von zahlreichen Fällen von Rauchgasvergiftung. Seit dem Vorfall liegt die Bordwäscherei weitgehend lahm. Der Vorfall soll in keinem Zusammenhang mit einer kriegerischen Handlung stehen, sondern ist nur auf Verschleiß zurückzuführen.
News aus den USA
Der Brand ist nur ein Teil einer längeren Pannenserie auf dem modernsten Träger der US-Marine. An Bord gibt es seit Jahren Störungen an der Sanitäranlage mit rund 650 Toiletten, die mehrfach ausfielen. Die Navy verschob zudem eine geplante größere Instandsetzung im Werftstandort Newport News in Virginia. Das Schiff läuft derweil unter Volllast weiter. „Auch Schiffe verschleißen und werden im Laufe langer Einsätze stark beansprucht“, sagte Konteradmiral John F. Kirby, ein pensionierter Marineoffizier, der „New York Times“.
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Die Gerald R. Ford ist seit zehn Monaten unterwegs. Der von einem Atomreaktor angetriebene Flugzeugträger verließ letzten Juni seinen Heimathafen Norfolk im Bundesstaat Virginia. Zunächst lag er im Mittelmeer. Im Zuge des zunehmenden Drucks der US-Regierung auf Venezuela hatte Präsident Donald Trump das Schiff mit 4600 Besatzungsmitgliedern kurz darauf in die Karibik entsandt. Einige auf dem Träger stationierte Flugzeuge waren an dem US-Militäreinsatz in Venezuela Anfang Januar beteiligt, bei dem der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen worden war.

Ab dem 28. Februar beteiligte sich die „USS Gerald R. Ford“ an den Luftangriffen auf den Iran im Rahmen der Operation „Epic Fury“. Im Pentagon wuchs die Sorge, den Träger zu lange im Kriegsgebiet zu halten. Ein hochrangiger Offizieller berichtete, dass die Marine den Flugzeugträger „George H. W. Bush“ als Ablösung vorbereitet.
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Sobald die „USS Gerald R. Ford“ ihren ununterbrochen seit Juni 2025 laufenden Einsatz beendet hat, soll der Flugzeugträger noch in diesem Jahr in der Marine-Werft in Norfolk/Virginia umfangreich gewartet und nachgerüstet werden.
mit dpa

































