Der Kampf an der ukrainischen Front verändert sich rasant – und immer stärker entscheidet die Technik darüber, wer im Vorteil ist. In dieser modernen Form der Kriegsführung spielen Drohnen eine zentrale Rolle. Besonders in der sogenannten Todeszone nahe der Front sind unzählige Kamikazedrohnen im Einsatz, die aus der Luft jede Bewegung erfassen. Gesteuert von ihren Piloten können sie präzise Ziele angreifen – oft innerhalb von Sekunden.
Über den Einsatz dieser Drohnen, ihre Funktionsweise und ihre Wirkung hat FUNKE-Journalist Jan Jessen im Podcast „Im Krisenmodus“ mit dem Militärexperten Gustav Gressel gesprochen.
Artikel über die Ukraine – für Sie recherchiert
Dabei wird deutlich: Drohnen entscheiden längst nicht mehr nur über den Ausgang von Gefechten, sondern auch über Leben und Tod im Alltag der Soldaten. Laut Gressel würden ohne diese Systeme viele Soldaten „einfach sterben.“ Denn nicht nur der Kampf selbst hat sich verändert – auch die Versorgung an der Front ist ohne Drohnen kaum noch möglich. „Früher haben Kameraden Verwundete getragen – heute würde man damit oft mehrere weitere Soldaten in Lebensgefahr bringen. Die Drohne ersetzt in solchen Momenten den Menschen und reduziert das Risiko für alle anderen.“
Trotz dieser technologischen Entwicklung bleibt eine zentrale Erkenntnis: Der Krieg wandelt sich, aber er wird nicht vollständig digital. Klassische Waffensysteme spielen weiterhin eine entscheidende Rolle – nur eben im Zusammenspiel mit neuen Technologien. „Was wir gerade sehen, ist kein Ersatz klassischer Waffen, sondern eine neue Kombination: Drohnen, Artillerie, Panzer und Infanterie wirken zusammen. Wer das am besten integriert, hat einen Vorteil.“

Gleichzeitig beschreibt Gressel den Konflikt auch als technologisches Wettrüsten, das sich immer weiter beschleunigt. „Viele Soldaten und Ingenieure sagen selbst: Wir müssen diese Technologie entwickeln, weil der Gegner es auch tut. Aber gleichzeitig wünschen sie sich internationale Regeln – eine Art Stopptaste, bevor diese Entwicklung außer Kontrolle gerät.“
Weitere Einblicke in den Krieg an der Front und die wachsende Rolle von Maschinen hören Sie im Podcast „Im Krisenmodus“.

Folgen Sie dem Podcast „Im Krisenmodus“:
Im Podcast „Im Krisenmodus“ wird denjenigen eine Stimme gegeben, die den Alltag in Krisen- und Kriegsgebieten hautnah erleben. Soldaten, Helfer und Betroffene teilen ihre bewegenden Geschichten und berichten von den Herausforderungen und Tragödien, die Krieg und humanitäre Krisen täglich mit sich bringen.
Journalist Jan Jessen, bekannt für seine Reportagen aus den Brennpunkten der Welt, reist direkt an die Fronten und in Krisengebiete, um diese Geschichten einzufangen. Mit seiner journalistischen Expertise und sensiblen Herangehensweise gibt er den Menschen in Kriegs- und Konfliktregionen eine Plattform, die gehört werden muss.
Alle zwei Wochen erscheint eine neue, eindringliche Folge, die die Hörerinnen und Hörer in eine andere Krisenregion entführt. Der Podcast lässt nicht nur das Grauen, sondern auch die Widerstandskraft und den Mut der Menschen spüren, deren Leben durch Konflikte erschüttert wurde.
Folgen Sie Im Krisenmodus auf Spotify, Apple, Amazon oder Ihrer bevorzugten Podcast-App.






