Karoline Leavitt hat die Geburt ihres zweiten Kindes bekannt gegeben. Die Sprecherin von Donald Trump schrieb auf der Plattform X: „Am 1. Mai ist Viviana, auch bekannt als ‚Vivi‘, zu unserer Familie gestoßen, und unsere Herzen sind sofort vor Liebe explodiert.“ Das Mädchen sei „perfekt und gesund“. Ihr älterer Sohn freue sich zudem darauf, sich an das Leben mit seiner kleinen Schwester zu gewöhnen.

Zu den Zeilen veröffentlichte die 28-Jährige ein sorgfältig inszeniertes Foto mit ihrem Neugeborenen auf dem Arm aus einem pastellrosa Kinderzimmer. Im Regal hinter ihr stehen Kinderbücher mit Titeln wie „Meine erste Bibel“, „Handtaschen A–Z“ und Sprachlernbücher über Washington. Daneben: ein gerahmtes Hochzeitsfoto, geschmückt mit rosa Schleife. Die Szene unterstreicht das Image, das Leavitt von sich als öffentlicher Figur in sozialen Netzwerken pflegt: gottesgläubig, familienorientiert, modebewusst – und als lupenreine Patriotin tief verwurzelt im politischen Kosmos der US-Hauptstadt.

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Leavitt dankte in ihrem Post allen Menschen, die während ihrer Schwangerschaft für sie gebetet hätten. „Ich habe diese Gebete während der gesamten Zeit wirklich gespürt“, schrieb sie. „Gott ist gut.“ Die Sprecherin präsentiert sich seit Jahren als konservative Vorzeige-Amerikanerin und „Super-Mutter“, die Familie und Karriere vereint. Regelmäßig zeigt sie Fotos ihres Sohnes im Weißen Haus oder Aufnahmen gemeinsamer Gebete mit ihrem Team vor Pressekonferenzen.

Trumps treueste Kämpferin?

Politisch gehört Leavitt zu den loyalsten Unterstützerinnen Trumps. Schon während dessen erster Amtszeit arbeitete sie im Weißen Haus, später verteidigte sie offensiv Trumps unbelegte Behauptungen über Wahlbetrug bei der Präsidentschaftswahl 2020. Heute gilt sie als eine der aggressivsten Stimmen der Regierung gegenüber kritischen Medien.

Bei Pressekonferenzen wischte sie kritische Nachfragen oft scharf zurück, bezeichnete Reporterfragen bereits als „dumme Frage“ oder reagierte auf Detailfragen demonstrativ beleidigt. Gleichzeitig baute Leavitt den Zugang für Trump-freundliche Influencer und rechte Online-Medien im Weißen Haus aus. In ihren Briefings dürfen häufig handverlesene sogenannte neue Medien die erste Frage stellen – oft verbunden mit auffallend wohlwollenden Wortmeldungen gegenüber Trump und seiner Regierung.

News aus den USA

Besonders sichtbar wurde ihre Loyalität im Sommer 2024: Nur drei Tage nach der Geburt ihres ersten Kindes kehrte Leavitt nach dem Attentatsversuch auf Trump in Butler im US-Bundesstaat Pennsylvania vorzeitig aus dem Mutterschutz zurück. Trump habe buchstäblich sein Leben riskiert, um die Wahl zu gewinnen, sagte sie damals dem konservativen Online-Magazin „The Conservateur“. „Das Mindeste, was ich tun konnte, war, schnell wieder an die Arbeit zu gehen.“

lth/dpa