Dass der Krieg in der Ukraine von ausländischen Mächten nicht nur toleriert, sondern auch aktiv unterstützt wird, ist kein Novum: Ein von Machthaber Kim Jong-un enthülltes Denkmal für gefallene Soldaten diente als letzter Beweis für Nordkoreas Beistand: Bis zu 15.000 Soldaten sollen für Russland kämpfen, heißt es südkoreanischen Schätzungen zufolge.
Geheimdienstberichte zeigen nun, dass wohl auch der große kommunistische Bruder Nordkoreas den Krieg in der Ukraine unterstützt – wenn auch nicht unmittelbar an der Front. China hatte eigentlich wiederholt erklärt, dem Krieg „neutral“ gegenüberzustehen. Wie aber die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf entsprechende Dokumente berichtet, soll das Reich der Mitte im vergangenen Jahr heimlich 200 russische Soldaten ausgebildet haben. Teilweise sind sie wohl wieder an die Front zurückgekehrt.
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China: Abkommen zeigt, wie Soldaten geschult wurden
Ein der Nachrichtenagentur vorliegendes Dokument belegt ein Abkommen von Juli 2025, das von russischen und chinesischen Offizieren in Peking unterzeichnet wurde. Es sieht vor allem die Schulung der Soldaten für den Drohneneinsatz vor. Auch elektronische Kriegsführung, Heeresfliegerei und Panzertruppen sollen Teil des Trainings gewesen sein. Den zitierten Geheimdiensten zufolge haben russische Soldaten unterschiedlicher Militärdienstgrade teilgenommen, sowohl Unteroffiziere als auch Militärausbilder. Russische Militärberichte zeigen, dass die Trainings später auch tatsächlich stattfanden.
Im Gegenzug sollen auch chinesische Militärs in Russland ausgebildet werden. Zwei namentlich nicht genannte europäische Geheimdienstvertreter sagten gegenüber Reuters, dass die Ausbildung russischen Personals in China ein Novum ist. Chinesische Truppenbesuche in Russland allerdings gebe es bereits seit 2024.
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Abkommen unterliegt Geheimhaltung – Reaktion bleibt vage
Sowohl das russische als auch das chinesische Verteidigungsministerium reagierten nicht konkret auf eine Anfrage. Ohnehin wurde das Abkommen unter der Bedingung der strikten Geheimhaltung vereinbart. Entsprechend vage blieb die Antwort: „China hat in der Ukraine-Krise stets eine objektive und unparteiische Haltung eingenommen und sich für Friedensgespräche eingesetzt. Dies ist konsequent und eindeutig und wird von der internationalen Gemeinschaft bestätigt“, so das chinesische Außenministerium gegenüber Reuters. „Die beteiligten Parteien sollten nicht absichtlich Konfrontationen schüren oder die Schuld von sich weisen.“
Die Meldung platzt in eine Zeit, in der die chinesische Haltung zum Krieg in der Ukraine erneut in den Fokus rückt. Vor wenigen Tagen stattete Donald Trump dem Reich der Mitte einen Besuch ab. Insidern zufolge soll Präsident Xi dem US-Präsidenten gesagt haben, dass Putin den Krieg bereuen könnte. Am Dienstag ist dann der Kreml-Chef selbst in Peking gelandet. Beide Seiten sprachen sich in einer Erklärung für eine dauerhafte Lösung für den Krieg in der Ukraine aus: „Die Seiten unterstützen alle Bemühungen, die zur Herstellung eines langfristigen und dauerhaften Friedens beitragen“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Interfax aus dem Dokument. Einen Aufruf Chinas zur Beendigung des russischen Krieges gab es nicht.









