127. Es ist diese eine Zahl, die den Reformdruck untermauert, unter dem die gesetzliche Rente steht. 127 Milliarden Euro – so hoch sind die Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt, die in diesem Jahr an die Rentenversicherung gezahlt werden. Laut ifo Institut fließt ein Viertel der Staatskasse in die Absicherung im Alter. Die Wirtschaftsforscher sind bei ihrer Empfehlung eindeutig: Strukturelle Reformen sind nötig, ansonsten wird der Spielraum bei den Finanzen des Bundes immer enger.
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Warum, liegt auf der Hand. Deutschland wird älter. Mittlerweile gehen viele geburtenstarke Jahrgänge in Rente, gleichzeitig sinkt der Anteil der Beitragszahler, die das System am Laufen halten. Es ist deshalb unumgänglich, sich darüber Gedanken zu machen, wie man die Rente zukunftsfest aufstellt. Eine Kommission soll dazu Vorschläge vorlegen.
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Rente: Reform könnte erneut Stresstest für die Koalition sein
Noch ist der Prozess nicht abgeschlossen, aber die Aufregung um durchgesickerte Ideen ist groß. Dabei ist der Instrumentenkasten für Reformen bekannt: Renteneintrittsalter schrittweise rauf auf 70, Rente mit 63 reformieren, Rentenniveau runter. Was davon kommt und wie kraftvoll die Änderungen werden, liegt aber ohnehin nicht in der Hand der Kommission. Darum muss vielmehr die Koalition ringen, was erneut Streitpotenzial birgt.

Dabei bleibt eine Wahrheit in jedem Fall richtig. Bundeskanzler Friedrich Merz musste zwar kürzlich herbe Kritik dafür einstecken, als er sagte, die gesetzliche Rente tauge lediglich als Basisabsicherung. Aber der CDU-Chef hat recht: Wer nur auf die staatliche Alterszahlung setzt, wird seinen Lebensstandard im Alter kaum halten können.





