Wadephul dringt auf Lösung für mehr Getreideexporte übers Schwarze Meer
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) dringt einem Bricht zufolge auf eine Lösung, um wieder mehr Getreideexporte sowohl aus der Ukraine als auch aus Russland zu ermöglichen. „Die Welt braucht diese Exporte dringend. Werden sie weiter von Russland verhindert, dann drohen Hunger, Destabilisierung und die resultierenden Fluchtbewegungen, auch nach Europa“, sagte Wadephul dem Nachrichtenportal Web.de News (Donnerstag). „Eine partielle Waffenruhe wäre ein erster Schritt", sagte der CDU-Politiker.
Wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben beide Länder derzeit Probleme, ihr Getreide über das Schwarze Meer zu verschiffen. „Die russische Regierung muss sehen, dass darunter auch Staaten leiden, zu denen sie ein gutes Verhältnis pflegen will“, sagte Wadephul dazu. Die Beziehungen zum globalen Süden könne Russland eigentlich nicht aufs Spiel setzen wollen. „Ich glaube daher, das Problem der Getreideexporte kann gelöst werden.“
Wadephul äußerte sich auch zu seinem jüngsten Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. „Wir hatten einen sehr konkreten Anlass, nämlich den Anschlag am Flughafen Halle/Leipzig“, sagte Wadephul. Er habe noch einmal „ein klares Signal aussenden“ wollen, dass Deutschland so etwas nicht akzeptiere. „Gegen so eine Gefährdung der Sicherheit in unserem Land wehren wir uns.“