Der mutmaßliche CSD-Angreifer Abdul Ballout auf Anordnung des Gerichts an Gesprächen zur Deradikalisierung beim Violence Prevention Network teilnehmen. Thomas Mücke, Geschäftsführer der Einrichtung, schildert im Gespräch mit der Berliner Morgenpost, die wie unsere Redaktion zur FUNKE Mediengruppe gehört, wie die Experten den Fall erlebt haben – und warum sie den Fall vermutlich abgelehnt hätten.
Zwei Gespräche hätten mit Ballout am 15. Juni und am 8. Juli stattgefunden. Ein weiteres Klärungsgespräch sei für Montag geplant gewesen. Zwei Tage nach dem CSD-Anschlag. „Er war sehr zurückhaltend und vorsichtig in seinen Antworten, nicht fassbar“, so Mücke.
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„Wir haben nicht den ernsthaften Willen gespürt, dass es hier eine Veränderungsmöglichkeit gibt“, sagte Mücke. Deshalb hätte man ihm auch beim nächsten Termin mitgeteilt, dass man keine Basis für eine Zusammenarbeit sehe.
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„Es ist viel leichter, wenn jemand sagt: ‚Ich habe ein Problem damit, in einer Demokratie zu leben‘ oder ‚Der Gaza-Konflikt zeigt, dass Muslime weltweit verfolgt werden‘“, erklärt der Experte. „Wenn es ausgesprochen wird, können wir uns damit auseinandersetzen. Wenn es allerdings nichts Fassbares gibt, kann man nicht ernsthaft damit arbeiten.“
In 98 Prozent der Fälle würde man die Menschen, die zur Beratung kommen, auch annehmen. Aber man müsse auch darauf achten, nicht instrumentalisiert zu werden, „indem eine Person die Termine wahrnimmt, ohne an einem Veränderungsprozess interessiert zu sein. Es kann auch sein, dass wir mitten in einem Prozess abbrechen müssen. Das geschieht allerdings selten.
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Am Samstagabend ist im Berliner Tiergarten gegen 22 Uhr ein Auto über die Lennéstraße in eine Gruppe Menschen gerast. Schnell hatte sich die Polizei auf einen Tatverdächtigen festgelegt: Abdul Ballout, 21 Jahre alt, deutscher Staatsbürger und gebürtiger Berliner. Eine Frau ist noch am Tatort verstorben, weitere 29 Personen wurden verletzt. Mittlerweile teilten sowohl die Charité Berlin als auch die Polizei mit, dass keine der verletzten Personen mehr in Lebensgefahr schweben soll.








