Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist die AfD dem vorläufigen Ergebnis zufolge vor der SPD gelandet. Gleichzeitig stieg die Wahlbeteiligung deutlich: Laut dem vorläufigen Endergebnis der Landeswahlleitung beteiligten sich 78,1 Prozent der rund 1,3 Millionen Wahlberechtigten an der Abstimmung. Das teilte der Landeswahlleiter am Sonntagabend nach Schließung der Wahllokale in Schwerin mit. Bei der Landtagswahl 2021 hatte die Wahlbeteiligung bei 70,8 Prozent gelegen. Damit stieg sie um 7,3 Prozentpunkte.

Doch fand die Landtagswahl vor fünf Jahren parallel zur Bundestagswahl statt, weshalb die Zahlen nur eingeschränkt vergleichbar sind.

Wahl in Mecklenburg-Vorpommern – Die spannendsten Artikel

Mecklenburg-Vorpommern: Klarer Trend bei Wahlbeteiligung

Die SPD regiert in dem Bundesland im Nordosten seit 28 Jahren mit wechselnden Koalitionspartnern, seit 2021 gemeinsam mit der Linken. Für eine Fortsetzung des bisherigen rot-roten Bündnisses reicht es aber nicht mehr.

Lesen Sie auch: Leif-Erik Holm kämpft für die AfD – und um seine eigene Zukunft

Denkbar wäre eine rot-rot-grüne Mehrheit. Mit der AfD will in Schwerin keine Partei koalieren. CDU und das BSW scheitern an der Fünfprozenthürde. Die Linkspartei verliert und landet bei 6,5 Prozent.

Lesen Sie auch: Merz-Zoff in der CDU? Fraktionschef Frei spielt vermeintliches Detail herunter

Zeitgleich mit Mecklenburg-Vorpommern wurde in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Der Wahlausgang in beiden Bundesländern könnte Auswirkungen auch auf die Bundespolitik haben. Noch am Sonntagabend kam in Berlin das CDU-Präsidium um den Bundesvorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz zu Beratungen im Konrad-Adenauer-Haus zusammen. Außerdem trat der Kanzler vor die Presse und erklärte, seine Reformpolitik fortsetzen zu wollen.

afp/pvt