Die Co-Vorsitzende der AfD, Alice Weidel, hat nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin im ZDF behauptet, die Linke wäre eine Partei, „die enteignen will, die Reiche erschießen will, die gegen Kapitalisten vorgehen will mit Mietpreisdeckel, mit plansozialistischen Elementen“. Die Linke will Reiche erschießen? Diese Aussage irritierte auch Moderatorin Shakuntala Banerjee. Sie versprach, das man müsse das noch einmal überprüfen.

Zurückzuführen ist Weidels Aussage mutmaßlich auf einen Vorfall bei einer Strategiekonferenz der Linken in Kassel im Jahr 2020. Dort hatte eine Teilnehmerin in einem Diskussionsbeitrag gesagt: „Und auch wenn wir das eine Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen.“ Damals hatte der Parteivorsitzende Bernd Riexinger mit Ironie erwidert: „Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein.“

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Linke-Parteitag: Riexinger bedauert Umgang mit umstrittenem Kommentar

Riexinger sprach anschließend von einer „unglücklichen Reaktion“ seinerseits. Er distanzierte sich schließlich beim Kurznachrichtendienst X und bedauerte, dass er den Kommentar der Teilnehmerin nicht „unmissverständlich zurückgewiesen“ habe. Allerdings räumte Riexinger auch ein, dass die Aussage „völlig aus dem Kontext gerissen wird“. Die Urheberin des Kommentars hatte sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur für den Kommentar entschuldigt. Sie habe diese „in der Aufregung und Gedankenlosigkeit“ getroffen. Es widerspreche ihren politischen Ansichten, und sie verabscheue Gewalt gegen Menschen.

Fälschlicherweise setzte sich ein Gerücht fest, dass die Forderung, Reiche umzubringen, auf dem Parteitag der Linken 2025 in Chemnitz geäußert wurde. Diese Forderung wurde in keiner Weise bei der Veranstaltung geäußert und lässt sich in keinem Parteiprogramm der Linkspartei wiederfinden.

aino