Nach einem Hackerangriff auf die AfD sollen zahlreiche E-Mails und weitere Dokumente von Parteimitgliedern im Internet veröffentlicht worden sein. Die AfD bestätigte einen Angriff auf einen ihrer IT‑Dienstleister im September. Zuvor berichtete die „Bild“. Geleakt wurden unter anderem mehr als 421.000 E-Mails. Die Echtheit der veröffentlichten Unterlagen ist bislang nicht geklärt. Als Absender sollen unter anderem die AfD-Politiker Alice Weidel, Alexander Gauland und Leif-Erik Holm genannt sein. Zudem sollen sich unter den Dokumenten Rechnungen, Kontoauszüge, Ausweiskopien sowie Mitgliedsanträge und Mitgliederlisten von AfD-Kreisverbänden in Nordrhein-Westfalen befinden.
Im Internet wurden KI-generierte Zusammenfassungen der E-Mails veröffentlicht und durchsuchbar gemacht. Die Originaldateien können über einen weiteren Server heruntergeladen werden.
AfD bestätigt Hackerangriff im September
Ein Sprecher der AfD bestätigte unserer Redaktion einen Hackerangriff im September 2026 auf einen Hosting-Dienstleister der Partei. Dabei seien offenbar Teile „einiger weniger E-Mail-Postfächer“ kopiert worden. Die meisten davon seien seit Jahren nicht mehr genutzt worden. Dagegen spricht, dass die E-Mails mutmaßlich aus einem Zeitraum von 2013 bis Sommer 2026 stammen.
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Nach Angaben des Sprechers habe der Angriff jedoch schnell gestoppt werden können. Die betroffenen Nutzer seien informiert worden. Aktuelle E-Mail-Postfächer der AfD auf Bundesebene seien nicht betroffen. Die Partei prüfe nach Angaben des Sprechers, welche Unterlagen nun im Internet veröffentlicht wurden. Ob die online zugänglichen Dokumente tatsächlich echt sind und ob sie bei dem Angriff erbeutet wurden, ist bislang unklar.



