• Am Sonntagabend fand in Deutschland eine totale Mondfinsternis statt
  • Der Vollmond wird durch seine blutrote Färbung dann auch „Blutmond“ genannt
  • Die schönsten Bilder des Himmels-Spektakels

Ein seltenes Phänomen konnte man am Sonntagabend in Deutschland am Himmel beobachten: eine totale Mondfinsternis. Der Vollmond strahlte an diesem Abend nicht wie gewohnt hell und weiß-gelblich – sondern verfinstert und blutrot gefärbt. Dieses Phänomen ist umgangssprachlich auch als sogenannter „Blutmond“ bekannt.

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Der Vollmond trat etwa von 19.30 Uhr bis 20.53 Uhr in die totale Phase der Mondfinsternis ein. Dabei wanderte die voll beleuchtete Mondkugel durch den Schatten der Erde und wurde dabei verfinstert. Die Finsternis begann mit dem Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde um 17.27 Uhr – was in Deutschland nicht zu sehen war.

Eine Stunde später trat er in den Kernschatten ein, bevor dann um 19.30 Uhr die totale Finsternis begann. Nach 20.53 Uhr schob sich der Vollmond wieder aus dem Kernschatten heraus und wurde dann langsam wieder heller, bevor er um 21.57 Uhr den Kernschatten ganz verließ. Damit endete die Mondfinsternis.

„Blutmond“ über Deutschland: Spektakuläre Bilder der totalen Mondfinsternis

Totale Mondfinsternis - Leipzig
Schaulustige in Leipzig betrachten von einer Parkbank aus die auch als Blutmond bezeichnete totale Mondfinsternis.© dpa | Jan Woitas
Totale Mondfinsternis in Dresden
Der Mond geht am Abend zu einer totalen Mondfinsternis hinter dem Engel „Fama“ auf der Kunstakademie in Dresden auf. © Robert Michael/dpa | Robert Michael
"Blutmond" ueber Deutschland
Der „Blutmond“ am Fernsehturm in Braunschweig-Broitzem auf dem Steinberg. © epd | Norbert Neetz
Zunehmender Mond
Der zunehmende Mond kurz nach seinem Aufgang neben den Masten von Windenergieanlagen in Sieversdorf (Brandenburg). © Patrick Pleul/dpa | Patrick Pleul
Totale Mondfinsternis
Die totale Mondfinsternis war als sogenannter Blutmond am Abendhimmel über der Landschaft am deutsch-polnischen Grenzfluss Oder zu sehen.© Patrick Pleul/dpa | Patrick Pleul

Totale Mondfinsternis: So entsteht der „Blutmond“

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht und ihren Schatten komplett auf den Mond wirft. Dabei sorgt die Erdatmosphäre für eine Rotfärbung ähnlich wie Sonne und Mond bei Auf- und Untergang rötlich verfärbt erscheinen. Den Mond erreicht kein direktes Sonnenlicht mehr wie normalerweise. Björn Voss, Direktor des Planetarium Hamburg, sagte vor dem Ereignis in einer Pressemitteilung: „Würden wir uns am 7. September auf dem Mond befinden, könnten wir stattdessen eine Sonnenfinsternis beobachten. Denn vom Mond aus gesehen bewegt sich die Erde vor die Sonne. Ein faszinierender Gedanke.“

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Eine Mondfinsternis kann man ohne besondere Brille beobachten. Weil der Mond erst während der Finsternis aufgeht, ist zudem eine freie Sicht zum östlichen Horizont wichtig.

pvt/dpa