Ein gesunder Lebensstil gilt als Schlüssel zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dazu zählen vor allem ausreichend Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf Nikotin sowie die Kontrolle von Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker. Doch eine Warnung von Kardiologen macht deutlich: Selbst wer regelmäßig Sport treibt, kann sein Herz gefährden, wenn er danach zuckerhaltige Getränke konsumiert.

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Herzinfarkte entstehen, wenn ein Herzbereich plötzlich nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Die Folgen können tödlich sein: Teile des Herzmuskels sterben ab, Herzrhythmusstörungen treten auf – unbehandelt droht der Tod. Jährlich sterben in Deutschland über 350.000 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, damit sind sie die häufigste Todesursache.

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Bewegung reicht nicht, wenn Zucker folgt

„Wer nach dem Sport regelmäßig Softdrinks, Energydrinks oder stark gesüßte Fruchtsäfte trinkt, macht all die positiven Effekte der körperlichen Aktivität zunichte“, warnt Nishith Chandra, Kardiologe am Fortis Escorts Heart Institute in Neu-Delhi. Studien der Harvard T.H. Chan School of Public Health mit Daten von über 100.000 Erwachsenen, die über 30 Jahre beobachtet wurden, zeigen: Schon zwei zuckerhaltige Getränke pro Woche steigern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant, unabhängig davon, wie viel Sport getrieben wird.

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Der Grund: Zucker wirkt entzündungsfördernd, schädigt die Innenwände der Arterien und begünstigt die Bildung von Plaques. Selbst geringe Cholesterinwerte können so zu einem Herzinfarkt führen. Zucker sei damit sogar gefährlicher als Fett, betont Chandra.

Welche Getränke sind riskant – und welche Alternativen gibt es?

Zu den zuckerhaltigen Getränken zählen Softdrinks, Limonaden, Energydrinks, Fruchtsäfte und Cocktails sowie kommerzielle „Gesundheits“- und Sportgetränke. Stattdessen raten Experten zu einfachem Wasser oder Wasser mit Elektrolyten. Auch Kokoswasser, Buttermilch oder ein Spritzer Zitrone sind gesündere Alternativen.

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„Wer sein Herz schützen möchte, sollte nach dem Training auf Zucker verzichten und ausreichend Wasser trinken“, so Chandra.