Wie steht es wirklich um den Gesundheitszustand von Donald Trump? Bei offiziellen Terminen wirkte der US-Präsident oft schläfrig, seine Hände waren oft auffällig geschminkt und dann wurden auch noch starke Blutergüsse an seiner rechten Hand deutlich. Gegenüber dem „Wall Street Journal“ erklärte der Präsident nun, dass er zur Blutverdünnung seit Jahren mehr Aspirin zu sich nehme als medizinisch empfohlen. Doch wie viel Aspirin ist für den menschlichen Körper und die eigene Gesundheit überhaupt zuträglich und was droht bei einer Vergiftung?

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Fast jeder hat es in der hauseigenen Apotheke: Seit weit mehr als einem Jahrhundert steht Acetylsalicylsäure (ASS), umgangssprachlich als „Aspirin“ bekannt, als Wirkstoff auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation. Ob bei Kopfschmerzen oder Schutz vor Herzinfarkt, Schlaganfall und sogar Darmkrebs: Das Schmerzmittel ist weltweit eines der meistverkauften.

Aspirin: Maximal sechs Tabletten bei Erwachsenen täglich empfohlen

Der Chemiekonzern Bayer, der Aspirin seit mehr als 125 Jahren unter dem bekannten Markennamen vertreibt, empfiehlt eine Tagesdosis von maximal sechs Tabletten bei Jugendlichen und Erwachsenen. Menschen ab 65 Jahren hingegen sollten nicht mehr als vier Tabletten zu sich nehmen. Eine Tablette enthält in der Standverpackung jeweils 500 mg des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure (ASS).

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Wer zu viel Aspirin zu sich nimmt, setzt sich der Gefahr einer Vergiftung aus. Diese kann nach Angaben der medizinischen Plattform „MSD Manual“ bei einer einzelnen hohen Dosis auftreten, oder aber, wenn zu viele kleine Dosen über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Es kann bei einer Aspirin-Vergiftung demnach zu Ohrensausen, Übelkeit und Erbrechen kommen. Weitere Symptome sind Benommenheit, Verwirrtheit und schnelles Atmen.

Vergiftung bei Aspirin-Überdosis: Diese heftigen Symptome drohen

Um eine aktive Vergiftung schnell medizinisch zu behandeln, wird Aktivkohle über einen Magenschlauch verabreicht oder Flüssigkeiten sowie Bikarbonat intravenös zugeführt. Bei einer schweren Vergiftung erfolgt eine Hämodialyse, eine spezielle Art der Dialyse, bei der das Blut außerhalb des Körpers gereinigt und wieder zurückgeführt wird.

Damit es zu einer leichten Vergiftung mit Aspirin kommt, muss eine Person mit einem Gewicht von 68 kg allerdings mehr als 30 Tabletten mit je 325 Milligramm Aspirin zu sich nehmen. Bei Donald Trump wäre wohl deutlich mehr nötig. Zu einer akuten Aspirin-Überdosis kommt es daher selten aus Versehen. 

Dennoch ist Vorsicht geboten, wenn Aspirin, wie bei Trump, zum Alltagsbegleiter wird. Der US-Präsident erklärte gegenüber dem „Wall Street Journal“: „Sie sagen, Aspirin ist gut zur Verdünnung des Blutes, und ich will nicht, dass dickes Blut durch mein Herz fließt.“ Seine Ärzte hätten ihm empfohlen, eine geringere Dosis zu nehmen. Aber er sei da „ein wenig abergläubisch“.

rk