Seit Monaten erkundet der Nasa-Rover Curiosity den Mount Sharp auf dem Mars und stößt dabei auf überraschende Formationen, die die Suche nach Leben auf dem roten Planeten verändern könnten. Kilometerweit ziehen sich Grate über die Oberfläche – ein Labyrinth aus sogenannten Boxwork-Formationen, die auf der Erde nur in Miniatur vorkommen.

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Die Wissenschaftler vermuten, dass hier einst Grundwasser durch Risse im Gestein floss und Mineralien ablagerte. Diese verfestigten die Grate, während der Wind die umgebenden Mulden aushöhlte. „Boxwork so weit oben zu sehen, deutet auf einen höheren Grundwasserspiegel hin, als wir bisher annahmen“, sagt Missionswissenschaftlerin Tina Seeger von der Rice University. Für die Existenz von mikrobiellen Lebensformen könnte das entscheidend sein: Wasser war offenbar länger verfügbar als gedacht.

Mars war vor Milliarden Jahren lebensfreundlicher

Curiosity kämpft sich über schmale Grate, analysiert Gesteinsproben mit Röntgenstrahlen und einem Hochtemperaturofen, manche Proben sogar mit einer Nasschemie, die organische Moleküle nachweisen kann. Ob Hinweise auf frühere Lebensformen gefunden wurden, bleibt bislang geheim.

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Doch bereits frühere Funde machen Hoffnung: Im vergangenen Jahr entdeckte der Rover Alkane – lange organische Moleküle –, die sich nur schwer durch nicht-biologische Prozesse erklären lassen. Forscher um Alexander Pavlov sehen darin einen weiteren Hinweis, dass der Mars vor Milliarden Jahren lebensfreundlicher war.

Nasa: Rover auf Entdeckungsreise

Die Mission ist Teil eines groß angelegten Ansatzes der Nasa: von Satellitenbeobachtungen über Gesteinsanalysen bis hin zu Proben, die eines Tages zur Erde zurückgebracht werden sollen. Ziel ist es, die Bedingungen auf dem Mars zu verstehen und potenzielle Biosignaturen zu finden – chemische Spuren, die auf frühere Lebensprozesse hindeuten könnten.