Wie steht es in Ihrem Unternehmen ums Thema digitaler Wandel? In einem ersten Schritt sollten Sie einen Basischeck vornehmen und dazu folgende Fragen zu Ihrer Organisation beantworten: Wo lohnt es sich, neue Technologien im Betrieb einzuführen? Wo lassen sich bestehende Strukturen optimieren? Welche Bereiche, Prozesse und Strukturen profitieren von Digitalisierungsmaßnahmen? Welche Maßnahmen passen zu Ihrem Geschäftsmodell?
Lassen Sie Ihr Unternehmen im nächsten Schritt einen Digitalcheck bei Ihrer Sparkasse durchlaufen. Darauf aufbauend können Sie dann eine Digitalstrategie für Ihr Unternehmen entwickeln und mit einer geeigneten Finanzkalkulation versehen.
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1. Analysieren Sie mithilfe eines Digitalchecks Ihren Status quo
Ein Digitalcheck, auch Reifegradmessung genannt, ist der ideale Einstieg in die Digitalisierung Ihres Unternehmens. Diese Tests wurden von Forschungs- und Industrieverbänden, Unternehmen oder Universitäten gezielt entwickelt, um Organisationen dabei zu unterstützen, den digitalen Reifegrad Ihres Betriebes realistisch einzuschätzen. Bei den Tests werden anhand von Fragebögen unterschiedliche Dimensionen Ihres Unternehmens analysiert. Dazu gehören je nach Testanbieter und Spezialisierung auf die jeweilige Branche unter anderem spezifische Fragen zu:
- Strategie
- IT-Infrastruktur
- Produkte und Dienstleistungen
- Organisation und Prozesse
- Belegschaft
- Kundschaft
- Umwelt
Nutzen von Digitalchecks:
- Das Ermitteln des Reifegrades zum Stand der Digitalisierung in Ihrem Unternehmen ist für Sie in der Regel unkompliziert, meist kostenlos und wenig zeitaufwendig.
- Ein Digitalcheck liefert wertvollen Input für Ihr individuelles Digitalisierungskonzept.
- Sie erhalten einen umfangreichen Soll-Ist-Vergleich.
- Sie können Verbesserungspotenziale in Ihren Unternehmensbereichen systematisch identifizieren.
- Die Ergebnisse liegen Ihnen unmittelbar nach Abschluss der Bewertung vor und können sofort für weitere Planungen genutzt werden.
- Sie können Ihre Ergebnisse mit denen anderer Unternehmen derselben Branche vergleichen, indem Sie sie – im Sinne eines Benchmarkings – direkt in einer Datenbank speichern.
- Durch den strukturierten Aufbau dieser Tests sind die Ergebnisse für die verschiedenen Stakeholder, wie zum Beispiel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen, erkenn- und nachvollziehbar.

Der Digitalcheck Ihrer Wahl muss zu Ihrer Branche, Ihrer individuellen Situation und Ihrem geplanten Vorhaben passen. Unterstützung finden Sie beispielsweise bei den bundesweit vertretenen Zentren im Netzwerk Mittelstand-Digital, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert werden und unterschiedliche Digitalchecks anbieten. Auch die Stadtsparkasse Düsseldorf sowie die Berliner Sparkasse bieten kostenlose Digitalisierungschecks sowie eine umfangreiche Beratung für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) an. Fündig können Sie auch bei Ihrer zuständigen IHK werden. Nach dem Check haben Sie ein auf Ihr Unternehmen abgestimmten detaillierten Ergebnisbericht und wissen nun, in welchen Bereichen Ihr Unternehmen bereits digital gut aufgestellt ist und wo es noch Handlungsbedarf gibt. Mithilfe der Testergebnisse planen Sie die nächsten Schritte.
89 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben bisher eine Digitalisierungsstrategie. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Großunternehmen (54 Prozent) und KMU (kleine Unternehmen: 24 Prozent, mittlere Unternehmen: 38 Prozent).“
„Digitalisierung der Wirtschaft“, Bitkom-Studie 2025
2. Legen Sie Ziele für Ihre Digitalisierungsstrategie fest
Es gibt keinen Masterplan für die Digitalisierung von Unternehmen. Wichtig ist, dass Sie – basierend auf Ihrem digitalen Reifegrad – Ihre Ziele genau definieren und den digitalen Wandel strategisch und flexibel planen. Jeder Schritt in Richtung Digitalisierung muss für Ihr Unternehmen sinnvoll und wirtschaftlich sein, denn die ermittelten Handlungsoptionen müssen realisierbar sein.
Bei der Entwicklung Ihrer individuellen Strategie können Sie sich an bestimmten Grundregeln, Fragestellungen und methodischen Ansätzen orientieren. Unterstützung bieten hier zum Beispiel die bereits erwähnten Zentren im Netzwerk Mittelstand-Digital.
Für eine erfolgreiche Erarbeitung einer Digitalstrategie ist ein ganzheitliches Konzept das A und O. Berücksichtigen Sie unter anderem die folgenden Aspekte:
- Die (veränderten) Bedürfnisse Ihrer Kundschaft: Das Wissen darüber liefert Ihnen wesentliche Schlüsse für das benötigte Produktportfolio.
- Das Markt- und Wettbewerbsumfeld: Analysieren Sie Ihr Umfeld und identifizieren Sie wichtige Zielgruppen. Dies ermöglicht Ihnen eine effektivere Ansprache.
- Absatzkanäle und Prozesse zu Ihrer Kundschaft: Definieren Sie, über welche (digitalen) Verkaufs- und Distributionskanäle Sie Ihr Angebot vertreiben können.
3. Erstellen Sie Ihren individuellen Digitalisierungsfahrplan
Wenn Sie Ihre Ziele definiert haben, entwickeln Sie einen konkreten Plan, wie Sie sie erreichen wollen. Spätestens jetzt ist es sinnvoll, externe Beratungskompetenz mit ins Boot zu holen. Das können Personen aus Ihrem Netzwerk sein, die bereits mit ähnlichen Prozessen Erfahrung gemacht haben, aber auch spezialisierte Anbieter. Achten Sie bei Letzteren darauf, dass diese einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen.
Decken Sie mit Ihrer Digitalstrategie sämtliche relevante Unternehmensbereiche ab und binden Sie rechtzeitig alle involvierten Stakeholder ein. Organisieren Sie zudem Schulungen für Ihre Belegschaft, um ihr das notwendige digitale Know-how zu vermitteln und sie so auf die Veränderungen vorzubereiten. Auch E-Learning-Tools können dabei hilfreich sein – der Markt in diesem Bereich boomt. Zur Finanzierung von Weiterbildungen können Sie staatliche Fördermöglichkeiten nutzen.
Der Fahrplan zur Digitalisierung bietet Ihnen einen Handlungsrahmen, der Ihre digitalen Aktivitäten mit kurz- sowie längerfristigen Geschäftszielen in Einklang bringt. Strukturieren Sie den Plan praxisgerecht und definieren Sie Zeitvorgaben für die einzelnen Maßnahmen. Gestalten Sie ihn flexibel, sodass Sie jederzeit nachjustieren können. Ein digitaler Fahrplan gilt auch als Prüfinstrument für die Veränderungsprozesse und muss regelmäßig aktualisiert und angepasst werden.
Nach Umsetzung der Maßnahmen in Ihrem Betrieb können Sie den Digitalisierungscheck wiederholen, um die Effektivität der Veränderungen zu beurteilen.
4. Analysieren Sie die Kosten, planen Sie die Finanzierung, prüfen Sie Fördermittel
Auf Grundlage Ihrer Digitalisierungsstrategie erstellen Sie einen Businessplan, der die Kosten für alle geplanten Maßnahmen aufschlüsselt – und prüfen Sie, welche Fördermittel es gibt. Bund und Länder bieten zahlreiche Förderprogramme an, bei denen Sie je nach Unternehmensstruktur und Geschäftsmodell Fördermittel beantragen können. Hilfreich ist hier die Förderdatenbank des Bundes. Dort bekommen Sie einen Überblick über Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.
Unterstützung können Sie auch über Förderbanken erhalten, beispielsweise durch einen KfW-Digitalisierungskredit.
Die digitale Prozessoptimierung und die Anschaffung digitaler Technologien sind zum Teil mit erheblichen Investitionen verbunden. Sind eigene Ressourcen begrenzt, kann auch Leasing eine Alternative für Mittelständler sein. Hier unterstützen wir Sie beispielsweise zusammen mit der Deutsche Leasing Gruppe.
Persönliche Beratung
Sie möchten in die Zukunft investieren? Die Expertinnen und Experten Ihrer Sparkasse helfen Ihrem Unternehmen bei allen Finanzfragen gerne persönlich weiter.
Weitere Informationen zum Thema Digitalisierung für Ihr Unternehmen gibt es auch online bei Ihrer Sparkasse.


