Auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ des niederländischen Unternehmens Oceanwide Expeditions gibt es offenbar einen Hantavirus-Ausbruch. Eine Patientin verstarb erst, nachdem sie das Schiff wieder verlassen hatte. Dabei soll sie Kontakt zu anderen Menschen gehabt haben. Unter anderem mit einer Stewardess, die später mit Symptomen in einer Klinik behandelt werden musste. Da drängt sich die Frage auf: Wie lange dauert die Inkubationszeit beim Hantavirus?
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Bei der Übertragung des Hantavirus auf den Menschen dienen infizierte wilde Nagetiere wie Mäuse oder Ratten als Zwischenwirt. Der Erreger ist in ihrem Speichel, Urin und Kot enthalten. Nach einer Infektion können Atemwegs- oder Herzprobleme auftreten. Einen Impfstoff gibt es nicht; verfügbare Medikamente lindern nur die Symptome
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Inkubationszeit bei Hantaviren: So lange dauert es bis zu den ersten Symptomen
Laut dem RKI können Ansteckungen auch durch den Kontakt von verletzter Haut mit kontaminierten Materialien wie Staub oder durch den Verzehr von Lebensmitteln erfolgen, die mit Ausscheidungen infizierter Nagetiere kontaminiert sind. Die Inkubationszeit beträgt üblicherweise zwei bis vier Wochen, in Ausnahmefällen vergehen auch nur fünf oder bis zu 60 Tage bis zum Auftreten von Symptomen.
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In Deutschland ist eine Hantavirus-Erkrankung meldepflichtig. Im Süden und Westen Deutschlands dient laut RKI die Rötelmaus als Zwischenwirt, in Nord- und Ostdeutschland wird die Brandmaus mit den Infektionen in Verbindung gebracht.
Hantaviren: Infektion oft durch Kontakt – sogar mit kontaminiertem Staub
Menschen können sich auch durch den Biss eines infizierten Nagers infizieren. Aber auch der Körperkontakt, das Berühren von Ausscheidungen oder das Einatmen von kontaminiertem Staub kann gefährlich sein. Dies kann etwa bei Aktivitäten im Wald, bei Feld- und Gartenarbeiten oder in Gebäuden passieren, die lange leer gestanden haben.
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Das Robert-Koch-Institut (RKI) betont, dass die Viren in der Umwelt mehrere Wochen überdauern können und daher für eine Ansteckung kein direkter Kontakt mit infizierten Nagern notwendig ist. Hantieren im Keller oder Schuppen oder Umschichten von Feuerholz können beispielsweise zum Kontakt mit Hantaviren führen.
jcst mit afp





