Sengende Hitzewellen, plötzliche Sturmböen und sintflutartiger Starkregen, der Straßen in Sekunden überflutet: Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst im Alltag angekommen. Für Hausbesitzer bedeutet das ein Umdenken. Gebäude müssen heute ganz anderen Belastungen standhalten als noch vor zwanzig Jahren. Ein strukturierter „Haus-Check“ hilft dabei, Schwachstellen zu identifizieren, bevor der nächste Wetterbericht Warnstufen anzeigt.
Hier erfahren Sie, was die Sparkassen ausmacht und was sie für Sie tun können.
Starkregen: So zeigen Sie dem Wasser seine Grenzen auf
Wenn immense Regenmengen in kurzer Zeit vom Himmel stürzen, stößt die öffentliche Kanalisation schnell an ihre Grenzen. Das Wasser sucht sich dann neue Wege und kann durch Kellertüren oder über die Kanalisation zurück ins Haus fließen. Deswegen ist ein Rückstauschutz essenziell. Zentraler Baustein dabei ist die Rückstauklappe. Sie blockiert den Rückfluss aus den Abwasserrohren und verhindert, dass Schmutzwasser über Abläufe oder Keller-Toiletten ins Gebäude drückt. Immobilienbesitzer sollten bestehende Systeme regelmäßig einmal im Jahr prüfen und reinigen lassen.
Bauliche Barrieren: Kleine bauliche Veränderungen an der Oberfläche bewirken oft viel. Dazu gehören erhöhte oder überdachte Lichtschächte, Flutschotts vor Kellertüren, ein leicht erhöhtes Eingangsniveau oder zusätzliche Entwässerungsrinnen auf dem Grundstück.
Kurzfristige Routine: Das Befreien von Dachrinnen, Fallrohren und Abflüssen von Laub und Schmutz sollte vor allem vor den gewitterintensiven Monaten ganz oben auf der To-do-Liste stehen.
Extrem hohe Temperaturen: So aktiviert man einen Hitzeschild
Steigende Temperaturen belasten nicht nur den Kreislauf, sondern heizen auch Wohnräume massiv auf. Um das Raumklima ohne energieintensive Klimaanlagen erträglich zu halten, kommt es auf den richtigen Sonnenschutz an.
Die Wärme draußen lassen: Wenn Sonnenstrahlen erst einmal auf die Fensterscheibe treffen, ist die Wärme im Haus. Innenrollos oder Vorhänge haben dagegen nur einen geringen Effekt. Wirksamer ist ein außenliegender Sonnenschutz wie etwa durch Rollläden, Raffstores oder Markisen, die die Energie abfangen, bevor sie die Scheibe passiert.
Natürliche Kühlung: Langfristig unterstützen Fassaden- und Dachbegrünungen sowie strategisch gepflanzte Bäume als natürliche Schattenspender das Mikroklima rund um die Immobilie.
Sturm und Hagel: Behalten Sie das Dach im Blick
Herbststürme und heftige Sommergewitter bringen enorme Windgeschwindigkeiten mit sich. Ein einziger loser Ziegel kann schwere Folgeschäden am Gebäude oder an parkenden Fahrzeugen verursachen.
Dachkontrolle: Eigentümer sollten die Eindeckung des Daches regelmäßig von Fachbetrieben überprüfen und bei Bedarf lockere Ziegel sichern lassen.
Garten und Balkon: Bei aufziehenden Unwetterwarnungen gilt es, mobile Gegenstände wie Gartenmöbel, Trampoline oder Markisen rechtzeitig zu fixieren oder im Haus zu verstauen.
Mit Versicherungen und einer finanzielle Schutzwand wappnen Sie sich zusätzlich gegen Naturgefahren
Trotz aller baulichen Vorsorge: Einen absoluten Schutz gegen die Kräfte der Natur gibt es nicht. Umso wichtiger ist die finanzielle Absicherung. Was viele Immobilienbesitzer nicht wissen: Eine Standard-Wohngebäude- oder Hausratversicherung haftet in der Regel nicht bei Schäden durch Starkregen, Überschwemmungen oder Rückstau.
Versicherungen gegen Elementarschäden
Hier setzt die Unterstützung der Sparkasse an. Der notwendige Schutz wird über den Zusatzbaustein der Elementarschadendeckung geregelt. In enger Zusammenarbeit mit den regionalen Versicherungspartnern der Sparkassen-Finanzgruppe analysieren spezielle Fachberater vor Ort das individuelle Risiko der Immobilie und passen den Versicherungsschutz maßgeschneidert an. Die Analyse basiert oft auf präzisen Gefährdungsklassen.
Das Eigenheim baulich wetterfest modernisieren und vorsorgen
Viele Maßnahmen des Haus-Checks, wie die Installation moderner Hitzeschutz-Systeme, die Sanierung eines sturmfesten Dachs oder der Einbau von Rückstausicherungen, erfordern zunächst Investitionen. Die Sparkasse begleitet Eigentümer bei dieser klimaresistenten und energetischen Modernisierung. Mit passgenauen Modernisierungskrediten und der Einbindung staatlicher Fördermittel lässt sich das Eigenheim zukunftssicher umgestalten.
Zudem helfen digitale Services im Alltag: Viele Sparkassen-Versicherer bieten kostenlose Unwetterwarn-Apps an. Diese senden postleitzahlengenaue Warnungen per Push-Nachricht auf das Smartphone, sodass Eigentümer im Ernstfall wertvolle Zeit gewinnen, um Fenster zu schließen oder mobile Gegenstände in Sicherheit zu bringen.
Wie die Sparkasse beim Extremwetterschutz hift
Ein wetterfestes Eigenheim basiert auf zwei Säulen: der praktischen Vorsorge am Gebäude und dem lückenlosen finanziellen Schutz. Ein Beratungsgespräch bei der Sparkasse vor Ort klärt, wo Nachbesserungsbedarf besteht, wie die optimale Absicherung aussieht und welche Finanzierungswege wie beispielsweise Modernisierungskredite möglich sind. Auch der zu den Sparkassen gehörende Beratungsdienst Geld und Haushalt kann helfen, beispielsweise bei der Budgetplanung für bauliche Veränderungen des Eigenheims.


