Deutschland geht als Titelverteidiger in die am 3. November beginnende U17-Weltmeisterschaft. Der Jubel war groß, als sich die deutsche U17-Nationalmannschaft vor zwei Jahren in Indonesien zum Weltmeister krönte – das erste Mal überhaupt. Gegen Frankreich erzielte Almugera Kabar den entscheidenden Strafstoß, Torhüter Konstantin Heide krönte sich zum Helden und parierte im Elfmeterschießen zwei Strafstöße.

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Der Hype um die Spieler unter dem damaligen Nationaltrainer Christian Wück war riesig – doch nicht alle konnten sich bis heute in ihren Vereinen durchsetzen. Wo spielen die WM-Helden heute? Ein Überblick.
Die Torhüter aus dem U17 Kader bei der WM 2023
Louis Babatz
Während der WM war Babatz Torwart der U19 von Mainz 05, heute spielt der 19-Jährige für die zweite Mannschaft des Vereins. Dort ist übrigens sein Vater, der ehemalige Fußballprofi Christof Babatz, Co-Trainer. Auf einen Einsatz wartet der Filius in dieser Saison allerdings noch.
Konstantin Heide
Konstantin Heide begann seine Laufbahn beim Kirchheimer SC, ehe er zur Saison 2016/2017 zur SpVgg Unterhaching wechselte. Sein WM-Debüt gab er im Halbfinale gegen Argentinien: Im Elfmeterschießen hielt Heide zwei Strafstöße und hatte maßgeblichen Anteil am Finaleinzug. Auch im Finale gegen Frankreich wurde er im Elfmeterschießen zum WM-Helden. Seit dieser Saison spielt Heide für den Zweitligisten Hertha BSC, muss sich dort aber hinter Stammtorhüter Tjark Ernst einreihen.
Max Schmitt
Für die Nationalmannschaft stand der damals 17-Jährige bis zum Viertelfinale bei jedem Spiel zwischen den Pfosten, bevor er das Halbfinale krankheitsbedingt verpasste. Schmitt spielt seit der Jugend im Nachwuchs des FC Bayern München, aktuell ist er von der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters an den SSV Ulm 1846 ausgeliehen. Dort kommt er bislang nicht über die Rolle des Ersatztorwarts hinaus.
Die Abwehrspieler aus dem U17 Kader bei der WM 2023
Eric da Silva Moreira
Während der WM spielte Eric da Silva Moreira noch für den Nachwuchs des FC St. Pauli. Der rechte Außenverteidiger, der auch offensiver einsetzbar ist, erweckte das Interesse von Nottingham Forest. Im vergangenen Jahr erfolgte der Wechsel nach England; in dieser Saison ist er an Rio Ave in die portugiesische Primeira Liga ausgeliehen. Dort kam er zu zwei Kurzeinsätzen.
Maxim Dal
Innenverteidiger Maxim Dal stand bei der WM zweimal in der Startelf. Aktuell spielt Dal für Mainz 05, wo er sich von einem Kreuzbandriss zurückkämpft.
Maximilian Hennig
Bei der U17-Nationalmannschaft gehörte der Linksverteidiger zum Stammpersonal. Seit der U14 spielt er für den FC Bayern München, aktuell in der zweiten Mannschaft. In dieser Saison wurde er an den TSV Hartberg in die österreichische Bundesliga ausgeliehen, wo er Stammspieler ist.
Riesiges Marktwert-Plus für VfB-Profi Finn Jeltsch
Maximilian Herwerth
Innenverteidiger Herwerth wurde zur WM 2023 erstmals für eine deutsche Nachwuchsnationalmannschaft nominiert und feierte im zweiten Gruppenspiel gegen Neuseeland sein Debüt. Derzeit spielt er in der 3. Liga für die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart. Dort kam er bis jetzt neunmal zum Einsatz, die vergangenen beiden Spiele stand Herwerth 90 Minuten auf dem Platz.
Finn Jeltsch
Das Eigengewächs des 1. FC Nürnberg gehörte sowohl beim Gewinn der U17-Europameisterschaft als auch bei der Weltmeisterschaft in Indonesien zu den wichtigsten Spielern. Anfang des Jahres wurde er vom VfB Stuttgart für 9,5 Millionen Euro verpflichtet – seinen Marktwert konnte er seither bereits auf 20 Millionen Euro steigern. In Stuttgart spielt er Stamm, musste aber zuletzt aufgrund einer Verletzung drei Spiele aussetzen.
Almugera Kabar
Für die U17-WM in Indonesien wurde Kabar nach einer Syndesmosebandverletzung rechtzeitig fit. Im Turnierverlauf kam er mehrfach zum Einsatz, zweimal stand er in der Startelf. Kabar kam 2019 als 13-Jähriger in den Nachwuchs von Borussia Dortmund. In der Saison 2023/24 war er Kapitän der U19 und wurde nach überzeugenden Auftritten während der Sommervorbereitung 2024 zu den Profis befördert. Minuten konnte er noch keine sammeln.

David Odogu
Bei der U17-Weltmeisterschaft stand der gebürtige Berliner fünfmal in der Startelf und wurde einmal eingewechselt. In diesem Jahr wechselte der Innenverteidiger für sieben Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zum AC Mailand. Dort ist er Ersatzspieler, sein Debüt gab er im Pokalspiel gegen Lecce.
Justin von der Hitz
Bei der WM in Indonesien kam der in Bensberg geborene Verteidiger regelmäßig zum Einsatz. Aus dem Kölner Nachwuchs wechselte von der Hitz in dieser Saison zum 1. FC Nürnberg. In der ersten Mannschaft konnte er sich bislang noch nicht durchsetzen.
Die Offensivkräfte aus dem U17 Kader bei der WM 2023
Paris Brunner
Bei der U17-WM sammelte der Offensivspieler fünf Scorerpunkte und verwandelte im Viertelfinale gegen Spanien sowie im Halbfinale gegen Argentinien die entscheidenden Elfmeter. Im Finale erzielte er per Strafstoß den Führungstreffer. Brunner wechselte von der Dortmunder U19 für vier Millionen Euro zur AS Monaco und wurde zunächst an Cercle Brügge ausgeliehen. Seit dieser Saison spielt er wieder beim Ligue-1-Klub, kommt dort aber nur selten zum Einsatz.

Noah Darvich
Bei der U17-WM in Indonesien erzielte der Offensivspieler zwei Tore und bereitete vier weitere vor, darunter das wichtige 2:0 im Finale. Darvich stammt aus der Freiburger Jugend und wechselte 2023 für 2,5 Millionen Euro zum FC Barcelona. Dort konnte er sich nicht durchsetzen und spielt seit dieser Saison für den VfB Stuttgart. In der Bundesliga kam er jedoch noch nicht zum Einsatz.
Fayssal Harchaoui
Der in Bergheim geborene Mittelfeldspieler startete bei jedem Spiel der WM und war der zentrale deutsche Aufbauspieler. Mit 14 Jahren wechselte er in den Nachwuchs des 1. FC Köln, wo er bis heute spielt. Bei den Profis konnte sich das Top-Talent bisher noch nicht durchsetzen.

Charles Herrmann
Zweimal wurde Herrmann bei der U17-WM mit dem Player-of-the-Match-Award ausgezeichnet. Im Auftaktspiel gegen Mexiko überzeugte er mit zwei Vorlagen, im Achtelfinale mit einem Freistoßtor und einem Assist. Aus der U19 von Borussia Dortmund wechselte Herrmann ablösefrei zu Borussia Mönchengladbach. Am 21. September gab er sein Debüt gegen Leverkusen, konnte sich jedoch bislang nicht festspielen.
Max Moerstedt
Vier Tore und ein Assist in fünf Spielen – das war Moerstedts Bilanz bei der WM. Der Mittelstürmer spielt für die TSG Hoffenheim und überzeugte dort mit einem Doppelpack in der ersten Pokalrunde. In der Bundesliga kam er in der laufenden Saison zu fünf Kurzeinsätzen und steigerte seinen Marktwert auf sieben Millionen Euro.
Winners Osawe
Osawe wurde in fünf von sechs Spielen eingesetzt und spielte unter Nationaltrainer Wück meist im zentralen Mittelfeld. Von der U19 von RB Leipzig wechselte er im Sommer 2024 zum 1. FC Nürnberg. Aktuell kommt er hauptsächlich in der Regionalliga Bayern zum Einsatz.
Robert Ramsak
Bei der WM in Indonesien kam der Stürmer in jedem Spiel zum Einsatz und verwandelte im Finale sicher vom Punkt. Von RB Leipzig wurde Ramsak in dieser Saison an Eintracht Braunschweig ausgeliehen. Die Braunschweiger besitzen eine Kaufoption, bislang kam er jedoch noch zu keinem Zweitliga-Einsatz.

Kurt Rüger
Auch Rüger wurde für die U17-WM erstmals in eine deutsche Nachwuchsnationalmannschaft berufen. In vier von sechs Spielen kam der Mittelfeldspieler zum Einsatz. Derzeit spielt er in der Regionalliga Bayern für die zweite Mannschaft des FC Bayern München.
Bilal Yalcinkaya
Yalcinkaya wurde vor dem ersten Gruppenspiel für Farid Alfa-Ruprecht nachnominiert. Bei seinem ersten Einsatz erzielte er ein Tor, im Achtelfinale traf er Sekunden nach seiner Einwechslung zum Sieg gegen die USA. Der offensive Mittelfeldspieler spielt aktuell für die zweite Mannschaft des Hamburger SV, wo er seit dem ersten Spieltag aufgrund eines Fußbruches fehlt.
Assan Ouédraogo
Bei der U17-WM kam Ouédraogo auf zwei Einsätze, musste aber verletzungsbedingt abreisen. Im vergangenen Jahr wechselte er für zehn Millionen Euro von Schalke 04 zu RB Leipzig. Wettbewerbsübergreifend kommt der Mittelfeldspieler in dieser Saison auf fünf Scorerpunkte in neun Einsätzen.





