Was war das für ein letzter Spieltag in der 2. Bundesliga! Kurz vor dem Ende waren drei Teams nur hauchdünn durch das Torverhältnis voneinander getrennt: Eintracht Braunschweig, Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf. Ein Tor in der Nachspielzeit hätte alles verändern können. Doch es fiel kein Treffer mehr, sodass Fortuna Düsseldorf durch das 0:3 in Fürth mit Preußen Münster in die 3. Liga abgestiegen ist – mit weitreichenden Folgen für die unteren Spielklassen.

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Die SSVg Velbert und der Wuppertaler SV sind aus der Regionalliga in die Oberliga abgestiegen. Und dadurch, dass Fortuna Düsseldorf aus der 2. in die 3. Liga runtergeht, muss auch die Zweitvertretung der Fortunen aus der vierten in die fünfte Liga absteigen. Nutznießer ist der SC Wiedenbrück, der dadurch in der Regionalliga bleibt.

Vier Absteiger aus der Oberliga-Niederrhein

Negative Auswirkungen hat dieses Szenario dafür für die Fußballer am Niederrhein. Aus der Oberliga steigen durch den Fortuna-Abstieg vier Mannschaften ab, sollte ein potenzieller Aufsteiger nicht in die Regionalliga hochwollen, wären es sogar fünf. Vier Absteiger aus der Oberliga bedeuten zehn Absteiger aus den beiden Landesligastaffeln. Es wird somit keine Relegationsspiele unter den jeweiligen Fünftletzten der beiden Gruppen geben.

Und der Fortuna-Abstieg hat sogar Auswirkungen bis in die Kreisliga A. Nach dem Fünf-Jahres-Plan des FVN haben in diesem Jahr die Fußballkreise Grevenbroich/Neuss, Rees/Bocholt, Düsseldorf und Duisburg/Dinslaken/Mülheim auf einen zusätzlichen Aufsteiger gehofft – eben abhängig davon, wie viele Teams aus der Landesliga absteigen. Da das nun zehn sind, kommt nur der Kreis Grevenbroich/Neuss in den Genuss, einen zusätzlichen Aufsteiger stellen zu können.

Wir haben die wichtigsten Regeln für die aktuelle Saison übersichtlich zusammengefasst.

Die Auf- und Abstiegsregeln beim FVN in der Übersicht – mit Tabellenstand vom 18. Mai:

3. Liga/Regionalliga West

  • Aus der 3. Liga steigen regulär vier Teams ab.
  • Der Meister der Regionalliga West steigt direkt in die 3. Liga auf.

Regionalliga West/Oberliga Niederrhein

  • Aus der Regionalliga steigen drei Teams aus dem FVN ab.
  • Der Wuppertaler SV und die SSVg Velbert als sportliche Absteiger, dazu die Reserve von Fortuna Düsseldorf, die durch den Abstieg der Fortuna aus der 2. Bundesliga zwangsabsteigen muss.
  • Der Meister der Oberliga Niederrhein steigt direkt in die Regionalliga West auf.

Abstieg aus der Oberliga Niederrhein

  • Dadurch, dass die Reserve von Fortuna Düsseldorf aus der vierten Liga absteigen muss, gibt es in der Oberliga mindestens vier Absteiger.
  • Sollte nun auch noch ein potenzieller Aufsteiger nicht in die Regionalliga aufsteigen wollen, gibt es sogar einen fünften Absteiger aus der Oberliga.
Um in die Oberliga Niederrhein aufzusteigen, muss der ESC Rellinghausen Meister in der Landesliga werden. Platz zwei nicht reichen.
Um in die Oberliga Niederrhein aufzusteigen, muss der ESC Rellinghausen Meister in der Landesliga werden. Platz zwei nicht reichen.© FUNKE Foto Services | Michael Gohl

Aufstieg aus der Landesliga in die Oberliga Niederrhein

  • Die beiden Landesliga-Meister steigen direkt in die Oberliga auf.

Abstieg aus der Landesliga in die Bezirksliga

  • Nun hat es also drei Mannschaften in der Regionalliga erwischt – und damit gibt es vier Absteiger aus der Oberliga. Hinzu kommen acht Aufsteiger aus den sechs Bezirksligen. Zwei Mannschaften steigen in die Oberliga auf. Das bedeutet, dass es insgesamt zehn Absteiger aus den beiden Landesligen gibt.
  • Somit steht auch fest, dass es keine Relegation um den Klassenerhalt in den Landesligen unter den Fünftletzten der beiden Gruppen geben wird.

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Aufstieg aus der Bezirksliga in die Landesliga

  • Die Tabellenersten der sechs Gruppen Bezirksliga steigen direkt in die Landesliga auf.
  • Die sechs Tabellenzweiten ermitteln in zwei vorher ausgelosten Dreiergruppen zwei weitere Aufsteiger in die Landesliga.

Abstieg aus der Bezirksliga

  • Am Ende der Saison steigen aus den sechs Bezirksliga-Gruppen jeweils die drei Mannschaften die Kreisliga A ab. Macht in Summe 18 direkte Absteiger.
  • Die sechs Tabellenfünfzehnten ermitteln in drei vorher ausgelosten Paarungen in Hin- und Rückspiel drei weitere Absteiger in die Kreisliga A. Somit erhöht sich die Anzahl der Absteiger aus der Bezirksliga auf insgesamt 21.

Aufstieg in die Bezirksliga

  • Nach dem Fünf-Jahres-Plan des FVN haben in diesem Jahr die Fußballkreise Grevenbroich/Neuss, Rees/Bocholt, Düsseldorf und Duisburg/Mülheim/Dinslaken auf einen zusätzlichen Aufsteiger gehofft
  • Insgesamt steigen 21 Mannschaften aus den Bezirks- in die Kreisligen ab.
  • Um weiterhin 108 Mannschaften in den Bezirksligen zu haben, gibt es zu den 18 regulären Aufsteigern in diesem Jahr nur einen zusätzlichen Aufsteiger. Dieser fällt auf den Kreis Grevenbroich/Neuss.