BVB-Trainer Niko Kovac musste selbst schmunzeln, als er seinen Lieblingsschüler am Donnerstag mit einer Comicfigur verglich. Daniel Svensson sei für Dortmund der „Daniel Düsentrieb“. Jener unermüdliche Tüftler aus Entenhausen, der immer neue Energiequellen findet. Nur dass Svensson keine Erfindungen baut, sondern an seinen Grenzen schraubt und sie anscheinend mühelos verschieben kann.
BVB-Trainer Kovac schwärmt von Daniel Svensson
Vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (So, 19.30 Uhr, DAZN) geriet Kovac ins Schwärmen: „Daniel ist Wahnsinn. Er hat unglaubliche Kapazitäten. Das ist ein Spieler, dem es nichts ausmacht, jeden dritten Tag 13 Kilometer zu laufen.“ Die Frage, ob Svensson nicht überspielt sei, winkte der Trainer ab. Klar ist: In dieser Saison fehlt ihm noch eine Torbeteilung. Beim 4:4-Spektakel bei Juventus gab es die Diskussion, ob Ramy Bensebaini oder Svensson oder beide schuld seien am Ballverlust vor dem 3:4-Gegentreffer.
Kovac richtete den Blick nach vorne, zog stattdessen einen spannenden Vergleich: „Er erinnert mich an Jo Kimmich.“ Die Laufwerte des Schweden liegen ja regelmäßig bei zwölf bis dreizehn Kilometern, ein Niveau, das sonst nur Ausnahmekräfte wie Kimmich erreichen würden. „Jo (Kimmich, d. Red.) macht auch jedes Spiel, läuft jedes Spiel zwölfeinhalb bis dreizehn Kilometer. Das ist dieselbe Range auf einer anderen Position. Die Jungs marschieren ohne Ende“, erklärte Kovac. Und für den BVB ist das entscheidend, denn einen gleichwertigen Ersatz hat der Kader auf der linken Seite derzeit nicht.
Weitere News und Infos zum BVB
Für Sportdirektor Sebastian Kehl war es daher ein logischer Schritt, im Sommer die vergleichsweise günstige Kaufoption zu ziehen. Zwar wirkte Svensson zuletzt etwas unauffälliger als in den starken Auftritten der Vorsaison und bei der Klub-WM. In Kovac‘ Spielsystem, das von Intensität lebt, ist er dennoch unverzichtbar. Die Torerfindungen fehlen dem Dortmunder „Daniel Düsentrieb“ noch, doch den automatisch auflandenden Akku hat er anscheinend bereits erfunden.





