Champions-League-Showdown vergeigt: Borussia Dortmund muss sich nach einer erneut schwachen Leistung gegen Inter Mailand mit 0:2 geschlagen geben. Die Niederlage reicht dem BVB dennoch für den Einzug in die Play-offs. Dort wartet entweder Bayer Leverkusen oder Atalanta Bergamo, die Auslosung am kommenden Freitag wird darüber Aufschluss geben.
Gegen Inter ließen die Dortmunder über die gesamte Spielzeit den Zug zum Tor vermissen. Einzig Serhou Guirassy hatte in der Anfangsphase die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber völlig freistehend vor Yann Sommer. In der Defensive stand dagegen lange Zeit die Null, bis Federico Dimarco in der Schlussphase einen direkten Freistoß zur Führung für den italienischen Meister ins Netz zirkelte (81.). Kovac reagierte und brachte Chukwuemeka, Brandt und Couto für Fabio Silva, Bensebaini und Mane. Doch ein Aufbäumen war beim BVB nicht mehr erkennbar. Stattdessen erhöhte der eingewechselte Andy Diouf in der Nachspielzeit für Inter zum 2:0-Endstand.
Gruppenfinale der Champions League: BVB gegen Inter Mailand
- BVB: Kobel - Mane (89. Couto), Schlotterbeck, Can - Ryerson, Bensebaini (82. Brandt) - Bellingham, Nmecha - Beier, Silva (81. Chukwuemeka), Guirassy (68. Adeyemi)
- Inter: Sommer - Akanji, Acerbi, Bisseck - Luis Henrique, Dimarco - Sucic, Zieliinski (74. Frattesi), Mkhitaryan - Thuram (89. L. Martinez), Bonny (57. Esposito)
+++ Vor dem Spiel +++
Zum Abschluss der Champions-League-Gruppenphase geht es heute rund. Alle 32 Mannschaften sind am Mittwochabend (21 Uhr/Dazn) gefordert. Borussia Dortmund empfängt heute Inter Mailand zum großen Showdown. Beide Teams kämpfen noch um ein direktes Weiterkommen in der Königsklasse. Der italienische Klub steht mit 12 Punkten auf Rang 14, der BVB liegt mit 11 Punkten zwei Plätze dahinter. Allein schon deswegen hat das Duell eine besondere Brisanz.
BVB: Kovac muss die Verteidigung gegen Inter umbauen
Borussia Dortmund muss im Champions-League-Showdown gegen Inter Mailand gleich auf mehrere wichtige Stammkräfte verzichten. Niklas Süle uned Marcel Sabitzer trainierten beim Abschlusstraining am Dienstagvormittag beide nicht mit der Mannschaft, arbeiteten stattdessen individuell. Abwehrspieler Süle klagt über Rückenbeschwerden, Mittelfeldmann Sabitzer laboriert seit Längerem an einer Wadenverletzung. Beide sind für das Duell in der Königsklasse keine Option.
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Wie am Mittwochnachmittag bekannt wurde, muss BVB-Coach Niko Kovac kurzfristig auch auf Stamm-Innenverteidiger Waldemar Anton verzichten. Der Nationalspieler ist offenbar erkrankt und fehlte bei der Abfahrt ins Teamhotel. Für Anton rutscht der 20-jährige Filippo Mane gegen Inter in die Startelf, auch weil Innenverteidiger und Chelsea-Leihgabe Aaron Anselmino mit sofortiger Wirkung nach London zurückbeordert wurde und nicht mehr für den BVB auflaufen wird. Die Personallage in der Innenverteidigung ist gegen Inter daher äußerst angespannt. Die Dreierkette stellte sich damit fast von selbst auf. Neben Mane starten Nico Schlotterbeck und Emre Can, Bensebaini verteidigt auf der linken Schiene. Auf der Bank sitzt somit kein nomineller Innenverteidiger.
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BVB-Ausgangslage: Vom direkten Weiterkommen bis zum Ausscheiden alles drin
Wenn am Mittwochabend (21 Uhr/Dazn) alle 18 Partien des Champions-League-Gruppenfinales zeitgleich laufen, geht es für Borussia Dortmund gegen Inter noch um alles. Für den BVB ist vom direkten Achtelfinaleinzug, über die Play-Offs bis hin zum Ausscheiden alles noch möglich. Die Dortmunder stehen vor dem Anpfiff der Begegnung mit 11 Punkten auf Tabellenplatz 16, die Top 8 damit noch in Sichtweite.

Zum heutigen Gegner, Inter Mailand, sagte Kovac auf der Pressekonferenz: „Wir spielen morgen gegen eine klasse Mannschaft. Wir müssen gut verteidigen, aber auch die Möglichkeiten, die wir nach vorne bekommen werden, verwerten. Dieses Stadion hat eine immense Kraft, eine große Energie, die wir morgen nutzen wollen.“
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Damit es für ein direktes Weiterkommen reicht, braucht der BVB in jedem Fall einen Sieg, gleichzeitig darf ein Großteil aller besser platzierten Teams in Reichweite nicht punkten. Das direkte Weiterkommen sowie ein mögliches Ausscheiden gelten aber als unrealistisch. Für Kovac ist die Marschroute dennoch klar: „Wir wollen gewinnen, um eine gute Ausgangssituation für die eventuelle Zwischenrunde zu haben.“






