Im Kopf ist Julian Nagelsmann schon sehr weit in seinen WM-Planungen. Die Rollen für viele Spieler sind klar definiert, wer seine Achse bilden soll, ist klar. Nur: Einige Spieler stehen derzeit nicht zur Verfügung und es ist unklar, in welcher Form sie dann zurückkehren. Zum Beispiel Felix Nmecha.
Der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund ist neben Aleksandar Pavlovic (verletzt) einer der Kandidaten für das zentrale Mittelfeld an der Seite von Leon Goretzka. Wegen einer Außenbandverletzung allerdings wird Nmecha mehrere Wochen fehlen. Ob er in dieser Saison noch einmal das BVB-Trikot tragen ist, nicht nicht sicher. Das bringt auch Nagelsmann unter Zugzwang. Am 12. Mai, vier Tage vor dem letzten Bundesliga-Spieltag, wird der Bundestrainer seinen WM-Kader bekanntgeben.
WM-Aus für Nmecha wäre „extremer Verlust“
Am Vorabend des letzten März-Testspiels gegen Ghana am Montagabend (20.45/ARD) brachte der 38-Jährige ein Horrorszenario ins Spiel. „Es besteht auf jeden Fall die Chance, dass er die WM nicht spielen kann“, sagte Nagelsmann. Nmechas Verletzung, die Nagelsmann nicht detaillierter schildern wollte, nehme „eine gewisse Zeit in Anspruch“, so Nagelsmann. „Dann ist immer noch nicht garantiert, dass er schmerzfrei ist.“ Wenn Nmecha nicht mit in die USA reisen würde, sei das ein „extremer Verlust“ für die Nationalelf. Gleichzeitig machte Nagelsmann aber auch Hoffnung: „Er hat einen sehr guten Körper, eine gute Muskulatur und kann vieles kompensieren.“

Nmecha ist in dieser Saison der wohl stärkste Dortmunder Feldspieler und gehört zu den absoluten Unterschiedsspielern in der Bundesliga. Kurz vor seiner Verletzung, die er sich im Bundesliga-Spiel gegen den Hamburger SV (3:2) Mitte März zugezogen hat, wurde, sein Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2029 verlängert – für den BVB ein Coup. Nun hoffen nicht nur die Dortmunder auf eine schnelle Genesung, sondern auch der Bundestrainer.



