Bei Borussia Dortmund laufen die Zukunftsplanungen weiter auf Hochtouren – und das, obwohl vier Spieltage vor dem Ende der Regionalliga-Saison noch nicht einmal klar ist, in welcher Liga Schwarz-Gelb die kommende Spielzeit bestreiten wird. Neben Ralf Kellermann, der die neu-geschaffene Stelle des Sportdirektors Frauenfußball antreten wird, und Alexandra Popp, eine der bekanntesten deutschen Fußballerinnen, kommt im Sommer nun noch eine weitere Personalie aus der Bundesliga nach Dortmund.

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Am 5. Mai gab der BVB die Verpflichtung von Ricarda Walkling zur Saison 2026/27 bekannt. Die 29-Jährige kommt ablösefrei vom SV Werder Bremen und erhält in Dortmund einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029. „Wir freuen uns sehr über die Verpflichtung von Ricarda“, wird Geschäftsführerin Svenja Schlenker in einer Vereinsmitteilung zitiert. „Mit ihrer langjährigen Bundesliga-Erfahrung bringt sie wertvolle Qualitäten in unser Team und wird unsere Mannschaft in der kommenden Saison entscheidend verstärken.“

Noch in grün-weiß: Ricarda Walkling (l) während des Nordderbys am 21. Februar zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV im Duell mit Leni Eggert.
Noch in grün-weiß: Ricarda Walkling (l) während des Nordderbys am 21. Februar zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV im Duell mit Leni Eggert.© Philipp Szyza/dpa | Philipp Szyza

Walkling, die ab 2010 in der Jugend des FC Bayern ausgebildet wurde, kam bislang in 123 Bundesligaspielen zum Einsatz und erzielte dabei vier Tore – das erste gleich bei ihrem Erstligadebüt am 6. Oktober 2013. Die damals erst 16-Jährige durfte im weiteren Saisonverlauf noch weitere achtmal für die Erste Mannschaft in der Bundesliga ran, spielte parallel dazu aber auch noch für die Münchner B-Juniorinnen, mit denen sie im Mai 2014 zum zweiten Mal in Serie die Deutsche Meisterschaft gewann. In den beiden Meistersaisons der Ersten Mannschaft 2014/15 und 2015/16 wurde die Mittelfeldspielerin nicht eingesetzt.

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Anlässlich ihres Studiums an der North Carolina State University ging Walkling im Sommer 2016 in die USA zum College-Team NC State Wolfpack, für das sie bis zu ihrem Wechsel nach Bremen im Januar 2020 spielte. Mit dem SV Werder gelang zur Saison 2020/21 der Aufstieg in die Bundesliga, 2025 erreichte man das DFB-Pokalfinale, das mit 2:4 gegen den FC Bayern verloren ging. In der laufenden Spielzeit stand Walkling bis dato nur 323 Minuten in der Bundesliga auf dem Platz – sicher auch ein Grund für ihren nun anstehenden Wechsel zu Borussia Dortmund.

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Walkling: „Sehr stolz, bald ein Teil vom BVB sein zu dürfen“

„Ich bin ein Mensch, der Ziele im Leben braucht. Ich mag die Vision und den Weg, der mir aufgezeigt wurde, sowie die Ziele, die der BVB verfolgt“, erklärt Walkling ihre Entscheidung. „Es ist das Gefühl, das mir alle Verantwortlichen gegeben haben. Ich habe große Lust, etwas bewegen zu können und zu dürfen.“ Dass in Dortmund nicht selten mehr als 3000 Zuschauerinnen und Zuschauer ins Stadion Rote Erde kommen, um die BVB-Frauen zu unterstützen, überzeugte die 29-Jährige ebenfalls: „Das sind mehr als bei vielen Spielen in der Bundesliga. Das ist eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg – und einfach sehr cool.“

Bei Borussia Dortmund hat Ricarda Walkling einen Vertrag bis 2029 unterzeichnet.
Bei Borussia Dortmund hat Ricarda Walkling einen Vertrag bis 2029 unterzeichnet. © BVB | Felix Kurschilgen

Dass sie in Dortmund zunächst womöglich „nur“ Dritte Liga spielen wird, stört Walkling dabei keineswegs. „Rein ligentechnisch ist es vielleicht ein Schritt zurück, aber Borussia Dortmund ist ein großer Klub in Deutschland mit super professionellen Bedingungen und einer super Mannschaft“, so die 29-Jährige. „Ich bin sehr stolz, dass ich bald ein Teil davon sein darf und freue mich einfach darauf, hier trainieren und spielen zu können.“

Wie sie dem BVB in Zukunft helfen will, weiß Walkling auch schon ganz genau: „Ich möchte vor allem Ruhe ausstrahlen, vorangehen, Verantwortung übernehmen und in den wichtigen Spielen meine Erfahrung einbringen.“ All das kann Schwarz-Gelb auf dem weiteren Weg nach ganz oben auf jeden Fall gut gebrauchen.