Es ist jetzt schon legendär, das Feier-Ritual der Norweger nach Siegen bei dieser Fußball-WM. Nach dem dramatischen 2:1-Achtelfinalsieg gegen Brasilien war es Doppeltorschütze Erling Haaland, der im WM-Finalstadion in East Rutherford an der Trommel stand und seinen rudernden Wikingern den Takt vorgab. Mittendrin in der Traube der norwegischen Spieler: Julian Ryerson, letzter verbliebener Spieler von Borussia Dortmund im laufenden Turnier neben Schweiz-Torhüter Gregor Kobel.
Der „Flankengott“ hatte gegen die Brasilianer nach zwei Spielen Pause sein Comeback für Norwegen gegeben. Nach 62 Spielminuten musste Ryerson allerdings vom Platz, für ihn kam Fredrik Aursnes in die Partie. Die verrückte Schlussphase mit den zwei Haaland-Toren verfolgte der Rechtsverteidiger auf der Bank.

BVB-Star Ryerson gegen Brasilien ausgewechselt
In Dortmund dürften beim Anblick von Ryersons Auswechslung zumindest kurzzeitig die Alarmglocken geschrillt haben, hatte der 28-Jährige doch zuletzt bereits die beiden WM-Partien gegen Frankreich (1:4) und die Elfenbeinküste (2:1) mit einer Oberschenkelverletzung verpasst. Die Blessur hatte er sich in der Anfangsphase des vorangegangenen Gruppenspiels gegen den Senegal (3:2) zugezogen.
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Einen echten Grund zur Sorge gab es nach Abpfiff der Brasilien-Partie – zumindest auf den ersten Blick – nicht. Die Verletzung schien Ryerson nicht weiter zu beeinträchtigen, stattdessen feierte er munter mit seinen Landsleuten den Einzug unter die letzten Acht. In der Mixed Zone waren etwaige Probleme körperlicher Art auch kein Thema. „Ich habe ja schon ein paar Dinge erlebt, das Champions-League-Finale war auch sehr besonders. Aber das hier gibt nochmal ein anderes Gefühl“, schwärmte Ryerson bei Sky.
Intensives Spiel gegen Vinícius Júnior
Offenkundig war die Auswechslung eine Vorsichtsmaßnahme von Norwegens Trainer Stale Solbakken gewesen, um Ryersons Oberschenkel nach der Zwangspause nicht zu sehr zu belasten. Die gute Stunde auf dem Rasen war schließlich schon aufreibend genug für den Dortmunder.

Mit gewohnter Intensität ackerte Ryerson auf der rechten Abwehrseite seiner Norweger. Dabei bekam er es mit niemand Geringerem als Brasiliens Weltklasse-Dribbler Vinícius Júnior zu tun. Den Topstar der Seleção hatte er während seiner Zeit auf dem Feld gut im Griff. Der „Flankengott“ kann nämlich nicht nur flanken, sondern auch verteidigen.






