• Carney Chukwuemeka hat sich beim Testspiel von Borussia Dortmund in Tokio angeschlagen ausgewechselt werden.
  • Trainer Niko Kovac geht von einer Knieprellung aus, weitere Untersuchungen stehen aber noch aus.
  • Der BVB hofft auf eine schnelle Entwarnung, denn die Erwartungen an Chukwuemeka sind hoch.

Das rechte Knie war in den Klubfarben bandagiert, als Carney Chukwuemeka leicht durch die Katakomben des Olympiastadions von Tokio humpelte, um in den Mannschaftsbus zu steigen. Der wird Borussia Dortmunds Profis am Sonntag auch aus dem schillernden Stadtteil Shinjuku in Richtung Flughafen Haneda bringen. Dort endet die Japan-Reise des BVB, die sportlich zwar durch das 1:0 am Samstag gegen den FC Tokyo einen zufriedenstellenden Abschluss hatte. Was aber auch bleibt, sind neue Sorgen um Chukwuemeka.

Was war passiert? Der österreichische Nationalspieler hatte sich früh im Testspiel gegen den Hauptstadtklub bei einem Pass das Knie verdreht. Kurz darauf setzte sich Chukwuemeka hin, sodass ihn die BVB-Ärzte behandeln konnten. Er probierte es noch einmal. Lange durchhalten konnte Chukwuemeka nicht mehr. Zur Trinkpause in der 23. Minute war für ihn Schluss. Für ihn kam der japanische Publikumsliebling Takato Yamamoto in die Partie, die aufgrund eines Gewitters kurz vor der Halbzeit unterbrochen werden musste.

FC Tokyo v Borussia Dortmund - Pre-Season Friendly
BVB-Trainer Niko Kovac coacht an der Seitenlinie.© Getty Images | Masashi Hara

Erster Verdacht laut Trainer Niko Kovac: eine Knieprellung. „Carney hat sich eher selbst verletzt, als er hingefallen ist, hängen geblieben ist und sich dabei das Knie gestaucht hat. Ich denke, es wird nicht allzu schlimm sein. Wir fliegen morgen nach Hause und werden das in den nächsten ein bis zwei Tagen untersuchen. Dann wissen wir mehr“, sagte Kovac in der Mixed Zone.

BVB-Profi Carney Chukwuemeka hatte Urlaub vorzeitig beendet

Das hatten sich der BVB und Chukwuemeka ganz anders vorgestellt. Der österreichische WM-Fahrer hat auf einen Teil des Urlaubs verzichtet, um früher ins Mannschaftstraining einzusteigen. „Das ist ein gutes Zeichen“, lobte Geschäftsführer Lars Ricken. Von Chukwuemeka erhoffen sich die Bosse in der zweiten Saison eine Steigerung, aufgrund von ständigen Verletzungsproblemen hat der hochveranlagte junge Mann erst einmal in seiner Karriere über volle 90 Minuten spielen können.

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„Carney steht im Vergleich zu seiner Anfangszeit ganz anders da. Er ist sehr viel massiger geworden, hat an Gewicht und Physis zugelegt“, meinte BVB-Coach Kovac schon in Osaka: „Die Jungs, die nach Deutschland kommen, brauchen ein bisschen Zeit. Die haben sie bekommen. Jetzt im zweiten Jahr erwarten wir schon, dass sie eine Schippe drauflegen. Aber davon bin ich auch überzeugt.“ Nun hofft man bei Borussia Dortmund erstmal auf eine Entwarnung.