Zusammenfassung
- Borussia Dortmund hat den 18-jährigen Konstantinos Karetsas für 32 Millionen Euro vom KRC Genk als neues Offensivtalent verpflichtet. Der Start war kurios.
- Karetsas gilt als absoluter Wunschspieler und soll direkt eine Schlüsselrolle im Team übernehmen.
- Außerdem versucht der BVB weiterhin, Said El Mala vom 1. FC Köln zu verpflichten, doch die Ablöseforderung steht einem schnellen Deal im Weg.
Seit Montag ist es auch endlich hochoffiziell: Borussia Dortmund hat die Verpflichtung von Konstantinos Karetsas bestätigt. Der 18-jährige Grieche wechselt für 32 Millionen Euro (inklusive Boni) vom KRC Genk ins Ruhrgebiet – und kommt als absoluter Wunschspieler. Der Vertrag läuft bis 2031, Karetsas wird die Nummer 19 tragen. Sein Start in Dortmund? Richtig cool!
Wochenlang hatten Geschäftsführer Lars Ricken und zuletzt vor allem Sportdirektor Ole Book mit seinem belgischen Ausbildungsklub um einen Deal gerungen. Vor gut einer Woche stand die finale Einigung. Am Mittwoch dürfte er zum ersten Mal in Dortmund auf dem Platz stehen. Doch schon am Montag startete Karetsas seine BVB-Reise auf ungewöhnliche Weise – nicht im Stadion, sondern in der Pommesbude.

Um 15 Uhr bat der Klub zur Autogrammstunde. Schauplatz: der Olympia Grill in der Schimmelstraße in Kamen, eine griechische Imbisshütte, die selbstverständlich auch den derzeit trendenden Taxi-Teller auf der Karte hat.
+++ Hier Neu-BVB-Star Karetsas bei seiner Ankunft vor der Pommesbude sehen +++
Hier hatte der Klub „Kosta“ oder „Kos“, wie das 18-jährige Fußball-Wunderkind aus Griechenland gerufen wird, bereits stilecht präsentiert. Nun gibt er rund hundert wartenden Fans an gleicher Stelle etwas zurück – und verteilt obendrein Taxi-Teller an die schwarz-gelben Anhänger.
Der junge Grieche schwärmte an seinem ersten Tag von seiner Entscheidung: „Der Klub hat schon immer zu meinen Lieblingsvereinen gezählt. Das ist der wichtigste Grund.“ Titel wolle er gewinnen mit dem BVB – „und zwar nicht nur einen. Ja, das ist mein Plan: Titel zu gewinnen und der Mannschaft so gut wie möglich zu helfen.“ Ein Auftakt, wie man ihn beim BVB selten erlebt hat.
BVB: Karetsas ist der vierte Teenager-Neuzugang
Genk war mit der Verkündung sogar schneller und veröffentlichte in der vergangenen Woche ein Abschiedsvideo von seinem Supertalent, das nun in Dortmund die nächsten Schritte in Richtung Weltkarriere gehen soll. Sportdirektor Book erklärt: „Mit seiner Kreativität und seiner Spielintelligenz wird Kos unsere Mannschaft bereichern. Er ist technisch sehr versiert und besitzt die Fähigkeit, in engen Räumen schnelle Lösungen zu finden, speziell im letzten Drittel.“
Nach Joane Gadou (19), Justin Lerma (18) und Kaua Prates (17) ist Karetsas bereits der vierte Teenager-Neuzugang bei Schwarz-Gelb. Und könnte mit allen Boni nach Ousmane Dembélé der zweitteuerste der Vereinsgeschichte werden. Der zehnfache griechische Nationalspieler ist in der Offensive von Trainer Niko Kovac sofort als Schlüsselspieler eingeplant – mit seinen flinken Dribblings und seinem goldenen linken Fuß soll er den BVB-Angriff beleben. Und dort Julian Brandt ersetzen.

Ricken erklärt: „Mit Kos gewinnen wir einen Spieler für Borussia Dortmund, der mit gerade einmal 18 Jahren schon enorme Fähigkeiten besitzt. Wir freuen uns, dass wir ihn für unseren Weg begeistern konnten und haben in den Gesprächen vom ersten Moment an gemerkt, dass Kos Bock auf den BVB hat. Und trotz all der Qualität, die er schon mitbringt, sehen wir in ihm noch Potenzial, das wir gemeinsam ausschöpfen wollen.“
Das Jahresgehalt des Spielers soll bei rund vier Millionen Euro liegen, Genk sicherte sich zudem eine Weiterverkaufsbeteiligung von zehn Prozent. Trotz seiner erst 18 Jahre bringt Karetsas bereits ein ordentliches Paket an Profi-Erfahrung mit: Für Genk stand er in 92 Pflichtspielen auf dem Platz, erzielte sechs Tore und bereitete 23 weitere vor. Auffällig: Seine besten Szenen hatte der Linksfuß, wenn er von der rechten Seite ins Zentrum zog.
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Karetsas: „Borussia Dortmund ist ein besonderer Verein und ich bin unglaublich stolz, jetzt das schwarzgelbe Trikot tragen zu dürfen. Ich freue mich sehr darauf, meine Mitspieler kennenzulernen und bald in diesem beeindruckenden Stadion vor unseren Fans zu spielen. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir gemeinsam erfolgreich sind.“

Der griechische Wunschspieler ist damit schon da, der kölsche soll folgen. Im Hintergrund arbeitet der BVB weiter an einem Transfer von Said El Mala. Weil der 1. FC Köln aber auf einer Ablösesumme von 50 Millionen Euro beharrt, gestaltet sich der Wechsel bislang noch zäh. In Dortmund herrscht dennoch Zuversicht, dass in diesem Sommer eine Einigung gelingen kann.






