Diese intimen Momente wollte sich Loris Karius nicht entgehen lassen. Obwohl der Torwart das vorangegangene Spiel des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Magdeburg (5:3) verpasst hatte, ging er mit seinen Teamkollegen in die Nordkurve, klatschte zu „Schalke in die Macht“ mit. Momente, die selbst der 32 Jahre alte Karius, der so viel mitgemacht hat in seiner Fußball-Karriere, selten erlebt haben dürfte.
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Doch am Tag nach dem magischen Spektakel, das einen ganzen Verein, eine ganze Stadt überglücklich gemacht hatte, bleibt die Frage: Wie schlimm ist der eigentlich unverzichtbare Torwart verletzt? Vor dem Spiel lautete die kurze Nachricht, dass Karius wegen Rückenbeschwerden nicht spielen könne. Die Trainingswoche zuvor hatte er noch wie geplant durchgezogen.
Schalke-Trainer Muslic: „Loris hat den Fitnesstest nicht bestanden“
Auf Nachfrage dieser Zeitung klärte Trainer Miron Muslic nach dem Spiel auf: „Loris hat kurzfristig noch versucht, den Fitnesstest zu schaffen, hat ihn aber nicht bestanden. Ich gehe nicht davon aus, dass es etwas Gravierendes ist.“

Karius‘ Vertreter Kevin Müller, bis zum Saisonende vom Bundesligisten 1. FC Heidenheim ausgeliehen, erlebte einen munteren Fußballabend. Er hinterließ bei Flanken einen guten Eindruck, überzeugte in der Anfangsphase mit einem präzisen Abwurf, mit dem er einen Konter einleitete. Bei den ersten beiden Gegentoren war Müller machtlos. Vor dem Elfmeter, der zum dritten Gegentor führte, war ihm allerdings ein Fehlpass unterlaufen, weshalb Mertcan Ayhan im Zweikampf mit seinem Gegenspieler zu spät kam.
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Noch am Donnerstag hatte Müller in einer Medienrunde über seine Back-up-Rolle gesprochen: „Ich bin da, um Loris, das Trainerteam und die Mannschaft zu unterstützen. Diese Aufgabe ist klar definiert. Im fortgeschrittenen Alter ändern sich die Rollen, ich bin fein damit.“ Nun stand er selbst im Blickpunkt. Im Fußball kann es eben ganz, ganz schnell gehen.







