Sergej Barbarez, Nationaltrainer von Bosnien und Herzegowina, hat seinen Starspieler Edin Dzeko vor dem WM-Auftakt in höchsten Tönen gelobt. „Menschen wie Dzeko haben es sich mit ihrem Charakter und ihrer Mentalität verdient, dass man Loblieder über sie singt“, sagte Barbarez. Dzeko müsse „niemandem mehr etwas beweisen“. Er hat das alles schon oft genug gezeigt. Und ich bin sehr froh, so einen Spieler in unseren Reihen zu haben.“
Der 40 Jahre alte Dzeko, der in der abgelaufenen Saison mit dem FC Schalke 04 in die Fußball-Bundesliga aufgestiegen ist, trifft am Freitag (21 Uhr/ARD und MagentaTV) mit den Bosniern im ersten WM-Spiel in Toronto auf Co-Gastgeber Kanada. Dzeko war bereits 2014 in Brasilien bei Bosniens bislang einziger WM-Teilnahme mit von der Partie gewesen. Auch sein Schalke-Teamkollege Nikola Katic dürfte zur Startelf gehören.
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Vor zwölf Jahren war die Auswahl vom Balkan in der Vorrunde ausgeschieden. Diesmal will sie in der Gruppe B, in der sonst noch die Schweiz und Katar warten, erstmals weiterkommen. Barbarez nahm sich dabei ein Beispiel am kroatischen Nachbarn, der 2018 Vizeweltmeister und vor vier Jahren WM-Dritter geworden war. „Es ist vielleicht nicht typisch für ein Team vom Balkan, aber Kroatien hat es geschafft. Warum sollten wir es nicht auch schaffen? Wir sind ihre direkten Nachbarn“, sagte der frühere Bundesliga-Profi Barbarez.
Bosnien-Druck lastet auf Schalke-Stürmer Dzeko
Der Druck lastet vor allem auf Dzeko. „Wenn eine neue Generation junger Spieler nachrückt, wie es bei uns der Fall ist, muss man sie anleiten und auf den richtigen Weg führen. Ich bin sehr zufrieden damit, wie ich der Mannschaft in den letzten zwei Jahren helfen konnte“, sagte Dzeko. Allein die Qualifikation sei etwas „Unglaubliches“ gewesen.
Und nach der WM? Vor allem der Wechsel in die 2. Bundesliga beflügelte den Altstar nochmals. „Ich hätte keine bessere Wahl treffen können. Alles ist sogar noch besser gelaufen als erwartet“, sagte der Schalker. Ob er bleibt, hat Dzeko noch nicht entschieden. „Wir alle haben ein Ende. Vielleicht kommt meines bald“, deutete Dzeko an. (dpa/sid)





