Als Edin Dzeko vom Platz ging, sah es noch gut aus für Bosnien-Herzegowina. Beim Stand von 0:0 wurde der Stürmerstar des FC Schalke 04 im zweiten Gruppenspiel gegen die Schweiz nach einer Stunde ausgewechselt. Von der Bank aus musste Dzeko allerdings mitansehen, wie sich die Lage deutlich verschlechterte. Nach einer torreichen Schlussviertelstunde endete die Partie mit einer 1:4-Niederlage. Und das offenabr vor den Augen von S04-Trainer Miron Muslic. Der Aufstiegscoach teilte eine Instagram-Story aus dem Stadion in Los Angeles.

Schalke-Star Edin Dzeko nun drittältester Startelf-Feldspieler der WM-Geschichte

„Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen. Am Ende eine bittere Niederlage – ob verdient oder unverdient, darüber braucht man nicht zu diskutieren“, sagte der 40-Jährige nach Abpfiff. „In den letzten 20 Minuten haben wir nicht gut agiert und die Gegentore auf naive Weise kassiert.“

Für Dzeko war es die Rückkehr auf die WM-Bühne nach zwölf Jahren. Nachdem der 40-Jährige im ersten Gruppenspiel (1:1 gegen Kanada) nicht zum Einsatz gekommen war, stand er gegen die Schweiz in der Startelf – und sicherte sich damit einen Platz weit vorn in den Geschichtsbüchern. Dzeko ist nun der drittälteste Feldspieler, der bei einer Weltmeisterschaft von Beginn an auflief. Nur Cristiano Ronaldo und Luka Modric stehen vor ihm.

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Zudem hat Dzeko die Chance, zum ältesten Torschützen der WM-Geschichte zu werden. Gegen die Schweiz klappte das nicht. Der S04-Angreifer hatte einen schweren Stand und kam in 62 Spielminuten auf 31 Ballkontakte und zwei Abschlüsse. Seine beste Aktion war eine präzise Flanke (32.), die jedoch keinen Abnehmer fand. Dazu holte er sich Gelb für ein Foul an Manuel Akanji ab (59.).

Schalke-Verteidiger Nikola Katic im Zweikampf mit dem Schweizer Stürmer und Ex-Schalker Breel Embolo.
Schalke-Verteidiger Nikola Katic im Zweikampf mit dem Schweizer Stürmer und Ex-Schalker Breel Embolo.© AFP | FREDERIC J. BROWN

Dzekos Schalke-Kollege Nikola Katic spielte wie schon beim Auftakt im Abwehrzentrum über die volle Distanz. Vor allem in der ersten Halbzeit verteidigte der 29-Jährige stark. Glück hatte Katic, als Torhüter Nikola Vasilj einen unfreiwilligen Kopfball aufs eigene Tor entschärfen konnte (63.) und Katic vor einem Eigentor rettete. Als die Schweizer in der Schlussphase aufdrehten, sah die bosnische Defensive um den Abwehrchef der Königsblauen nicht gut aus.

Schalke-Duo Dzeko und Katic: Weiterkommen mit Bosnien noch möglich

Und so warten die beiden Schalker und Bosnien nach zwei Gruppenspielen auf den ersten Sieg, stehen mit einem Punkt auf Platz drei vor Katar. Das Weiterkommen ist noch möglich: mit einem Sieg gegen Katar, wenn Kanada gegen die Schweiz verliert und die Tordifferenz im Vergleich zu Kanada aufgeholt wird. Oder mit einem Sieg oder Remis gegen Katar, wenn Bosnien-Herzegowina als einer der acht besten Gruppendritten weiterkommt. Der Showdown gegen Katar, das 0:6 gegen Kanada unterging, steigt am kommenden Mittwoch (21 Uhr). Dzeko: „Katar ist auch nicht mehr das, was alle erwarten – heutzutage kann jeder Fußball spielen. Es wird kein leichtes Spiel; diese Niederlage schmerzt, und am Ende könnte sogar die Tordifferenz eine Rolle spielen.“