Erst der Abstieg der Düsseldorfer EG aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in die DEL2 Ende April vergangenen Jahres, nun der dramatische Absturz von Fortuna Düsseldorf in die 3. Liga. Für die zuschauerstärksten Zugpferde der selbsternannten Sportstadt lief es schon deutlich besser.
- Die NRZ Düsseldorf bei WhatsApp: Hier kostenlos den Kanal abonnieren
Schon der Abstieg der DEG im Frühjahr 2025 löste in der NRW-Landeshauptstadt große Betroffenheit aus. Nach der desaströsen und schicksalhaften 0:3-Auswärtsniederlage der Fortuna bei Greuther Fürth am vergangenen Sonntag (17. Mai) am letzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga erreichte der Schock und die Trauer bei den Fans und in ganz Düsseldorf nun eine neue Stufe – und ist weiterhin deutlich spürbar.
- Ein bisschen Vitamin D gefällig? Mit unserem neuen Newsletter gibt es jeden Freitag eine ganz persönliche Auswahl der besten Geschichten der Woche – zusammengestellt von einem Mitglied unserer Redaktion. Neben den wichtigsten News gibt es außerdem Gastro- und Veranstaltungstipps sowie das Neueste von der Fortuna. Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung.
Auch bei der Stadt ist das Entsetzen groß. Mittelfristig sollten die Rot-Weißen nämlich wieder in die Bundesliga zurückkehren. Stattdessen ist die Fortuna nach einer völlig verkorksten Saison nach 17 Jahren wieder in der Drittklassigkeit gelandet. Dies hat für den Traditionsclub, aber auch für Stadttochter D.Live weitreichende Konsequenzen.
Auch interessant
Fortuna Düsseldorf: D.Live halbiert Stadionmiete nach Abstieg in die 3. Liga
Der Etat von Fortuna Düsseldorf schrumpft in der 3. Liga deutlich zusammen. Deswegen sei man dem Zweitliga-Absteiger für das Lizensierungsverfahren nun entgegengekommen. Wie zunächst die Rheinische Post berichtete und D.Live nun auf Anfrage dieser Redaktion bestätigte, hat der Betreiber der Merkur Spiel-Arena, der Heimspielstätte der Fortuna seit 2005, die Stadionmiete für die kommende Saison in der dritthöchsten deutschen Spielklasse halbiert. Auch nach dem Abstieg der DEG in die DEL2 verringerte D.Live die Miete im PSD Bank Dome in Rath.
Um welche Summe es sich im Falle der Fortuna handelt, wurde aber nicht genannt. Dies unterliege „der Vertraulichkeit“, teilte die Stadttochter mit. Dem Vernehmen nach hat D.Live die Stadionmiete von rund drei Millionen auf 1,5 Millionen Euro verringert. Geld, das die Fortuna durchaus gebrauchen kann, um schnell einen schlagkräftigen Kader für die am 7. August beginnende Spielzeit zusammenzustellen.
+++ Folgen Sie der NRZ Düsseldorf jetzt auch bei Instagram! +++
Denn die Einnahmen aus den TV-Geldern sinken von knapp 17 Millionen Euro in der 2.. Bundesliga auf lediglich 2 Millionen Euro. Dies bedeutet auf der anderen Seite jedoch Einbußen für D.Live, weswegen der Abstieg von Fortuna Düsseldorf auch für die Stadttochter „signifikante Auswirkungen“ habe, wie es in der Mitteilung weiter heißt.
Fortuna-Abstieg führt zu „geringeren Erlösen“
Durch den Abstieg der Rot-Weißen stehe der Arena-Betreiber laut eigenen Angaben jedenfalls vor „veränderten Rahmenbedingungen“, die nun in verschiedenen Bereichen bewertet werde. Die wirtschaftlichen Folgen des Absturzes in die 3. Liga führen aus Sicht von D.Live „zu geringeren Erlösen, die betriebswirtschaftlich kompensiert werden müssen“.
Lesen Sie auch diese Nachrichten aus Düsseldorf
- Neues Gymnasium Heinzelmännchenweg – Stadt überrascht Eltern: „Sind alle in Sorge“
- Kampfmitteleinsatz in Düsseldorf-Kaiserswerth: Panzerfäuste wurden gesprengt
- „Nähszene“ in Düsseldorf schließt: „8800 Euro Miete schaffen wir nicht mehr“
- „Eternity“ erstmals in Deutschland – Spektakuläre Artistik in St. Antonius-Kirche
- Lesen Sie hier auch alle aktuellen Nachrichten aus Düsseldorf
Ob daher nun die Eintrittspreise für Heimspiele der Fortuna erhöht, oder Speisen und Getränke ab der kommenden Saison in der Arena teurer werden, beantwortete die Stadttochter in der NRZ-Anfrage nicht. Undenkbar ist dies auf alle Fälle nicht. Fest steht aus Sicht von D.Live aber bereits jetzt, dass durch den Abstieg in die 3. Liga „für alle Beteiligten eine sehr herausfordernde und wirtschaftlich anstrengende Zeit“ bevorstünde, „in der wir in allen Bereichen viel Energie investieren müssen. Gemeinsam mit Fortuna Düsseldorf befinden wir uns hierzu in einem fortlaufenden Prozess, um Lösungen zu entwickeln.“




