So ganz einig sind sich die Fans von Fortuna Düsseldorf über die Lesart dieses Spiels nicht. Mit 1:5 unterliegt Fortuna Düsseldorf im DFB-Pokal dem SC Freiburg – der zweifache Klassenunterschied am Ende einfach zu groß. Doch während das genaue Ergebnis fast zur Nebensache wird, diskutieren die Fans im Netz über Trainer, Torwart und Teamleistung.
Fortuna Düsseldorf: Warum manche Fans Hoffnung aus Pokalniederlage gegen den SC Freiburg ziehen
Im Lager der positiv Gestimmten zieht man trotz der deutlichen Niederlage neue Hoffnung aus der Partie. Auf dem offiziellen Instagram-Kanal der Fortuna schreibt ein Anhänger etwa: „Starke Leistung, auch wenn das Ergebnis mir nicht gefällt. Das, was ich heute gesehen habe, hätte uns gegen Hoffenheim II drei Punkte gesichert.“ Weiter sagt er, er hoffe, dass in den nächsten Spielen in der Liga ein ähnlicher Einsatz gezeigt werde.
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Andere pflichten ihm bei: „Gegen ein Team, was international spielt, eine gute Leistung (bis auf den Angriff), aber würde man so in der Liga spielen, wäre es schon ein Fortschritt.“
Fortuna Düsseldorf: Fans mit Kritik an Trainer Ende: „Das ist Alibi-Fußball auf Valium-Endstufe“
Im anderen Lager überwiegen weiterhin Skepsis und Kritik an der Trainerleistung. Unabhängig von der „erwartbaren Niederlage“ ließe der Auftritt keine Hoffnungen auf Besserung im Drittliga-Alltag zu, sagt ein Fan und konstatiert: „Das ist Alibi-Fußball auf Valium-Endstufe.“
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Gerade was das Offensivspiel der Rheinländer angeht, herrschen viele Fragezeichen im Fanlager: „Ich suche noch immer nach unserer offensiven Spielidee (seit etwas mehr als 2 Jahren)“, schreibt ein Fortune etwa auf Instagram.
Ein anderer Fan fordert Fortunas Cheftrainer Alexander Ende und Sportvorstand Samir Arabi auf zu erklären, wie man mit der gewähltem Formation der engen Raute und diesem Spielermaterial ein vernünftiges Offensivspiel betreiben möchte: „Wir haben letzte Saison schon die wenigsten Tore geschossen, da wir die langsamste Truppe und kaum Kreativität hatten“, rekapituliert er.
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Dennoch seien – aus seiner Sicht – fast ausschließlich „gescheiterte“ zentrale Mittelfeldspieler und zwei „relativ langsame“ Stürmer verpflichtet worden. „Kein schnelles Umschalten, kein Hinterlaufen, kein 1vs1, einfach NICHTS möglich, was eine (gefährliche) Offensive auszeichnen würde“, stellt der Rot-Weiße-Anhänger fest.
Es gibt keine Nummer eins, die auf Teufel komm raus die Nummer eins ist.
Trainer Alexander Ende, zur Torwartfrage
Vielen Fans fehlt neben dem Spielerischen auch die Energie auf dem Rasen: „Mir gibt das überhaupt keine Hoffnung. In der dritten Liga ist kämpfen und beißen angesagt. Daran scheitert es bei uns“, schreibt ein Anhänger im fan-eigenen 95er-Forum.
Fortuna Düsseldorf: Fans fordern nach Pokalniederlage gegen den SC Freiburg Wechsel auf der Torhüterposition
Positiv fällt gesamtheitlich eigentlich nur das Urteil über die Leistung von Pokal-Torhüter Louis Lord aus. Mehrfach bewahrte er mit seinen Paraden Fortuna vor einer noch höheren Niederlage: „Man verliert so hoch und trotzdem war der Torwart der beste Mann auf dem Platz. Das sagt alles …“, schreibt eine Fortune auf Instagram. Die Fans fordern deshalb einen dauerhaften Wechsel auf der Torhüterposition: „Lord bitte zum Stammtorhüter“ oder „Lord muss die neue Nummer 1 werden“, liest man vermehrt in den Kommentarspalten, nachdem sein Konkurrent Lasse Rieß in den ersten beiden Ligaspielen nicht den besten Eindruck machte.
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Auch der in der Kritik stehende Alexander Ende lobt Lord nach dem Pokalspiel: „Louis hat seine Sache gut gemacht.“ Er werde jetzt mit allen Beteiligten in den Austausch gehen und schauen, was für das kommende Ligaspiel gegen den VfB Stuttgart II (Freitag, 19 Uhr) die beste Aufstellung sei. Zwar nimmt er Rieß in Schutz und sagt, die öffentliche Wahrnehmung sei „viel extremer“ als die Analysen es zulassen, dennoch macht er klar: „Aber es zählt natürlich immer das Leistungsprinzip. Es gibt keine Nummer eins, die auf Teufel komm raus die Nummer eins ist.“


