Torsten Ziegner, Trainer des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg, hatte auf ein Testspiel ohne Gegentor gehofft. Am Ende musste der Coach sogar mit einer Niederlage leben. Die Zebras unterlagen am Samstag an der Westender Straße dem Ligakonkurrenten VfB Oldenburg mit 2:3 (1:2).

Für einen Spieler der Gäste schloss sich am Samstag ein Kreis – und darüber freuten sich auch die Duisburger. Christopher Buchtmann stand in der Startaufstellung des VfB. Beim Drittliga-Match beider Teams in Duisburg im August (1:1) hatte sich der Neuzugang vom FC St. Pauli 23 Minuten nach seiner Einwechslung einen Wadenbeinbruch zugezogen. Der 30-Jährige feierte nun in Meiderich sein Comeback.

Beim MSV musste Mittelfeldspieler Caspar Jander krankheitsbedingt erneut passen. Torhüter Vincent Müller und Rolf Feltscher erhielten absprachegemäß eine Pause und waren nur als Zuschauer zugegen. Ansonsten fehlten erneut auch Sebastian Mai, Niklas Kölle, Vincent Gembalies und Alaa Bakir.

Vor 500 Zuschauern erwischt der MSV Duisburg einen guten Start

Der MSV erwischte vor rund 500 Zuschauern einen gutem Start. Auf Vorarbeit von Moritz Stoppelkamp und Marvin Ajani brachte Julian Hettwer die Zebras in der neunten Minute per Direktabnahme in Führung. Das brachte dem MSV aber nicht die erhoffte Sicherheit. Im Gegenteil: Oldenburg übernahm das Kommando. In der 21. Minute blockte Marlon Frey per Foul einen Schuss von Max Wegner ab. Beim fälligen Freistoß von Christopher Buchtmann lenkte MSV-Torwart Lukas Raeder den Ball über die Latte.

In der 27. Minute traf der VfB zum Ausgleich. Kamer Krasniqi, der schon in der Liga für den Aufsteiger gegen den MSV getroffen hatte, erzielte mit einem Flachschuss das 1:1. Vier Minuten später lag Oldenburg vorne: Manfred Starke überwand Lukas Raeder mit einem 16-Meter-Schuss.

Bouhaddouz trifft für den MSV Duisburg

Zur zweiten Halbzeit wechselte MSV-Trainer Torsten Ziegner fast komplett durch – nur Marlon Frey war weiterhin dabei – und dokumentierte mit seiner Aufstellung, dass es auch auf eine Doppelspitze hinauslaufen könnte. Aziz Bouhaddouz und Benjamin Girth, die sich in der Winterpause im angestammten 4-2-3-1-System einen Konkurrenzkampf liefern, waren nun gemeinsam in der Offensive im Einsatz. Und Bouhaddouz setzte prompt ein Zeichen. In der 47. Minute traf der Marokkaner mit einem 16-Meter-Schuss, den Ex-MSV-Verteidiger Oliver Steurer noch abfälschte, zum 2:2-Ausgleich. Eine Minute später hätte der Stürmer sogar den Führungstreffer nachlegen können, doch die Oldenburger bereinigten die Szene.

Der VfB ging in der 64. Minute wieder in Führung – durch einen Foulelfmeter. Patrick Hasenhüttl überwand den zur Pause eingewechselten MSV-Keeper Max Braune. In einem sehr intensiven Spiel wählten beide Teams weiter den Vorwärtsgang. Am Ende blieb es aber beim 2:3.

MSV Duisburg (1. Halbzeit): Raeder – Ajani, Frey, Knoll, Kwadwo – Michelbrink, Bakalorz, Ekene – Pusch – Stoppelkamp, Hettwer.

MSV Duisburg (2. Halbzeit): Braune – Bitter, Fleckstein, Senger, Mogultay – Stierlin, Frey – Wild, König – Girth, Bouhaddouz.