Beim FC Bayern München stand am Freitag die Trauerfeier für Franz Beckenbauer im Fokus. Vor der Zeremonie veröffentlichte der Klub eine weitere Trauernachricht. Im Alter von 73 Jahren verstarb am Freitag Klaus Wunder. Der Stürmer spielte in der Saison 1974/75 und in der ersten Hälfte in der Folgesaison für die Bayern – und somit mit Franz Beckenbauer in einem Team. Vor seiner Bayern-Zeit spielte Wunder beim MSV.

Klaus Wunder stand beim MSV Duisburg von 1971 bis 1974 unter Vertrag. In 94 Bundesliga-Spielen erzielte er 32 Tore für die Meidericher. Für eine Ablöse in Höhe von 700.000 Marl wechselte der gebürtige Erfurter zu den Bayern. Das war zu dieser Zeit der zweitteuerste Transfer in der Bundesliga-Geschichte gewesen. Mit den Bayern gewann er den Europapokal der Landesmeister. Beim 2:L0-Sieg über Leeds United in Paris kam Wunder als Einwechselspieler zum Einsatz. Für die Bayern bestritt er bis Dezember 1975 43 Erstliga-Spiele und erzielte sieben Tore. Weitere Profi-Stationen waren Hannover 96 und Werder Bremen. 1985 beendete Klaus Wunder seine Fußball-Laufbahn beim TuS Hessisch Oldendorf.

„Lieber Klaus, vielen Dank für deine Tore, deinen Einsatz und drei Jahre in Zebra-Streifen“, würdigte der MSV seinen ehemaligen Spieler am Freitag. Wunder erzielte in der Saison 1972/73 17 Bundesliga-Tore für die Meidericher. Das ist Duisburger Saisonrekord in der höchsten Spielklasse. Der FC Bayern München würdigte seinen ehemaligen Stürmer ebenfalls am Freitag. Auf der Internetseite des deutschen Rekordmeisters lässt sich Bayern-Präsident Herbert Hainer so zitieren: „Der FC Bayern ist in Trauer vereint mit den Angehörigen von Klaus Wunder. Er war ein hervorragender Spieler, mit dem der FC Bayern 1975 den Europapokal der Landesmeister gewonnen hat, und zudem ein toller Mensch, der immer alles für die Fans gegeben hat – unser Verein wird den ,Cäsar‘ des Fußballs nie vergessen.“