Der MSV Duisburg trägt Trauer und verabschiedet sich von einem seiner Großen. Hartmut Heidemann, in der Saison 1963/64 Mitglied der legendären Vizemeister-Mannschaft der Meidericher, verstarb nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren.

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„Hatte“ Heidemann war ein Zebra durch und durch. Als Neunjähriger kam er 1950 zum Meidericher Spielverein und durchlief alle Jugendmannschaften des MSV. 1959 feierte Heidemann mit der A-Jugend den Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft. Der Stürmer erhielt zur Saison 1959/60 einen Oberliga-Vertrag. Er debütierte im Derby gegen den Duisburger Spielverein und erzielte den Ausgleich zum 1:1. In der Oberliga West bestritt Heidemann 85 Partien für den MSV und erzielte 14 Treffer.

Drei Länderspiele für Deutschland

In der Bundesliga war Hartmut Heidemann ein Dauerbrenner. Der Offensivmann bestritt zwischen 1963 und 1972 für den MSV 282 Spiele in der Bundesliga und im DFB-Pokal und erzielte 20 Tore. 1966 gehörte er der Duisburger Mannschaft an, die in Frankfurt das DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern München mit 2:4 verlor. Heidemann traf zwischenzeitlich zum 2:2 Ausgleich.

Hartmut Heidemann bestritt drei Spiele für die deutsche A-Nationalmannschaft. Er debütierte am 12. Oktober 1966 gemeinsam mit Bayern-Stürmer Gerd Müller in Ankara beim 2:0-Sieg gegen die Türkei. Am 19. November folgte in Köln sein Einsatz beim 3:0-Erfolg über Norwegen. Sein drittes und letztes Match für Deutschland bestritt Heidemann am 17. April in Basel gegen die Schweiz (0:0). Vor den Weltmeisterschaften in England (1966) und in Mexiko (1970) gehörte Heidemann jeweils dem 40er-Aufgebot an, schaffte es aber beide Male nicht in den Turnierkader.

Hartmut Heidemann blieb dem MSV Duisburg verbunden

Nach seiner Zeit beim MSV wechselte Hartmut Heidemann noch zu Gelria Geldern, musste aber im Zuge einer Meniskusverletzung die Fußballschuhe an den Nagel hängen. Hartmut Heidemann blieb dem MSV und dem Niederrhein verbunden. Als Trainer war er bei Gelria Geldern, beim SV Straelen und beim SV Sonsbeck tätig.