Nach dem Auftritt von Daniel Ginczek präsentierte der Fußball-Drittligist MSV Duisburg am Montagabend einen Altbekannten als Neuzugang. Ahmet Engin ist zurück bei den Zebras. Der 27-jährige Mittelfeldspieler unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende. Engin sagte nach Angaben des MSV über seine Rückkehr an die Westender Straße: „Für den MSV zu spielen und in dieser Situation mit anzupacken, ist eine Herzensangelegenheit!“

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Der gebürtige Moerser hatte bereits in der Jugend für das Zebra-Hemd getragen. Ab der Saison 2014/15 gehörte der Mann für die rechte Offensivseite dem Profikader an. Engin bestritt insgesamt 149 Spiele für den MSV. 57 Mal war er in der Zweiten Liga ein Zebra.

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MSV Duisburg: Das sagt Chris Schmoldt

Nach der Saison 2020/21 verließ Engin die Zebras und schloss sich dem türkischen Erstliga-Klub Kasimpasa Istanbul an. Danach folgte der Wechsel zum griechischen Erstligisten Volos NPS. Dort allerdings fasste die Offensivkraft nie wirklich Fuß. Nur zehn Einsätze als Einwechselspieler weist die Statistik aus. Ein Tor gelang ihm nicht. Zum Jahreswechsel lösten beide Seiten den Vertrag auf. Das öffnete die Tür für die Rückkehr eines verlorenen Sohnes. In den vom MSV veröffentlichten Stellungnahmen ist deshalb viel von der Verbindung zum Verein die Rede.

Chris Schmoldt, Leiter Kaderplanung und Strategie, wird so zitiert: „Es ist toll, dass wir Ahmet wieder im Spielverein begrüßen können. Er hatte sicherlich auch weitere Möglichkeiten, hat uns aber sehr deutlich vermittelt, dass es ihm wichtig ist, ‘seinen’ MSV in dieser noch immer sportlich kritischen Situation tatkräftig unterstützen zu wollen. Er kennt den Verein in- und auswendig und weiß ganz genau, worauf es ankommen wird.“

Bald will er wieder für den MSV jubeln: Ahmet Engin, hier mit Ex-Trainer Pavel Dotchev.
Bald will er wieder für den MSV jubeln: Ahmet Engin, hier mit Ex-Trainer Pavel Dotchev.© FUNKE Foto Services | Oliver Müller

Als Zitat von Trainer Boris Schommers schreibt die Pressestelle: „Es ist schön, dass wir Ahmet wieder für uns gewinnen konnten. Er ist ein Spieler, der seine Offensiv-Qualitäten schon bewiesen hat, sich zu 100 Prozent mit dem MSV und der Stadt identifiziert und große Motivation mitbringt, uns sofort auf dem Weg zum Klassenerhalt zu helfen.“

Dem altbekannten Neuzugang verlieh der MSV folgende Stimme: „Meine Rückkehr zum MSV geht für mich weit über den Fußball hinaus. Der Spielverein ist meine fußballerische Heimat, in der ich großartige, unvergessliche Momente erlebt habe. Die Gespräche mit Chris (Schmoldt – A.d.R.) und Baja (Leiter Lizenzmannschaft Branimir Bajic - A.d.R.), die ich noch aus meiner Anfangszeit als Profi hier kenne, sind von Beginn an gut verlaufen, sodass mir die Entscheidung für Duisburg sehr leicht gefallen ist.“

Heimatliebe und Vereinsverbundenheit allein werden dem Tabellenneunzehnten mit vier Punkten Rückstand aufs rettende Ufer nicht weiterhelfen. Engin erfüllt darüber hinaus einige der Suchkriterien der notleidenden Zebras: Der Kicker ist auf der rechten Seite unterwegs und bringt einige Schnelligkeit mit. Darüber hinaus vermag er Flanken in den Strafraum zu schlagen.

Ob er seine Torgefährlichkeit verbessert hat, bleibt abzuwarten. Vor allem im Abstiegsjahr aus der Zweiten Liga, der Saison 2018/2019, ließ Engin eine Reihe von hochkarätigen Möglichkeiten liegen. Immerhin, in seinen Jahren beim Zebra gelangen ihm 15 Tore und 27 Vorlagen. Für Kasimpasa in der Türkei waren es in 61 Spielen fünf Tore und fünf Vorlagen.

MSV Duisburg hat zwei wichtige Transfers getätigt

Mit der Verpflichtung von Ginczek und Engin haben die Meidericher ihre zwei wichtigsten Planstellen besetzt. Ein Mittelstürmer und ein Rechtsaußen standen hoch oben auf der Einkaufsliste von Trainer Schommers. Derzeit befindet sich zudem der lettische Nationalspieler Daniels Ontuzans im Probetraining. Onztunans kam beim Test gegen den FC Eindhoven (6:1) auf der linken Seite zum Einsatz. Der offensive Mittelfeldspieler fiel durch eine Torvorlage auf. Außerdem verhalf das Foul an ihm dem MSV zu einem Elfmeter.