Handball

Harald Jakobs übernimmt den MTV

In lockerer Runde beim Chinesen am alten Drahtwerk stellte der MTV gestern seinen neuen Trainer und seine neuen Spieler vor: (von links) Harald Jakobs, Lukas Terwiel, Heinz Buteweg, Marco Banning, Lennard Götte und der MTV-Vorsitzende Volker Marquard.

In lockerer Runde beim Chinesen am alten Drahtwerk stellte der MTV gestern seinen neuen Trainer und seine neuen Spieler vor: (von links) Harald Jakobs, Lukas Terwiel, Heinz Buteweg, Marco Banning, Lennard Götte und der MTV-Vorsitzende Volker Marquard.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi

Dinslaken. EhemaligerTrainer der Rheinwacht-Reserve löst im Sommer bei den Dinslakener Handballern Burkhard Bell ab. Götte und Banning kommen von der HSG Mülheim, Kruse von Tusem Essen, Terwiel aus der „Vierten“.

Viel war spekuliert worden in der letzten Zeit. Eine Rückkehr von Marius Timofte stand im Raum, auch der Name Leszek Hoft fiel häufiger. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Harald Jakobs wird im Sommer die Handballer des MTV Rheinwacht von Burkhard Bell übernehmen, der die Dinslakener zur Verbandsliga-Meisterschaft und damit zur Rückkehr in die Oberliga führte. „Ich freue mich auf die Aufgabe, habe die Mannschaft in dieser Saison häufiger gesehen und bin der Meinung, dass wir uns durchaus das Ziel setzten können, auch in der Oberliga unter die ersten Fünf zu kommen“, erklärte Jakobs gestern Abend bei seiner Vorstellung.

Der frühere Regionalliga-Spieler von Hamborn 07 ist in Dinslaken wahrlich kein Unbekannter. Jakobs arbeitete lange Zeit als Trainer in der Jugendabteilung des TV Jahn Hiesfeld, coachte unter anderem die A-Junioren in der Regionalliga und später auch die Reserve des Vereins in der Landesliga. Beim MTV verschaffte sich der 55-Jährige in der vergangenen Saison als Coach der „Zweiten“ große Anerkennung, als er den Landesliga-Aufsteiger trotz großer Personalsorgen im Laufe der Saison zu einer festen Größe entwickelte und das Team vor allem mit seiner schnellen Spielweise beeindruckte. Nach zwischenzeitlichen Differenzen mit Obmann Heinz Buteweg und der Jugendabteilung kündigte Jakobs zur Enttäuschung seiner Schützlinge damals zwar früh wieder seinen Abschied zum Saisonende an, der Kontakt zu Buteweg riss trotzdem nie ab, die Streitpunkte sind längst ausgeräumt.

„Der richtige Mann“

Der aktuelle MTV-Coach, der von vorneherein kein Engagement auf Dauer angestrebt hatte, sieht seine Mission mit Aufstieg und Meisterschaft erfüllt und mit Jakobs den geeigneten Nachfolger installiert: „Ich glaube, dass er der richtige Mann ist, um jetzt hier anzusetzen und die Mannschaft weiter zu entwickeln“, findet Bell.

Der Kader, mit dem Jakobs in die nächste Saison gehen kann, verändert sich nur leicht. Mit Torhüter Aaron Mertineit und Kreisläufer Christoph Enders verlassen zwar zwei Eckpfeiler der jüngsten Erfolge den Verein, Heinz Buteweg stellte gestern aber auch schon vier Neuzugänge vor. Vom Verbandsligisten HSG Mülheim kommen mit Keeper Marco Banning und Kreis Lennard Götte zwei Akteure, die versuchen wollen, in die großen Fußstapfen von Mertineit und Enders zu treten. Der 25-jährige Physiotherapeut Götte hat seine Handball-Jugend bei Tusem Essen verbracht, kam für den Verein von der Margarethenhöhe auch schon in der Regionalliga zum Einsatz. Götte hat sein sportliches Engagement in den letzten Jahren zwar wegen Schule und Ausbildung etwas zurückgeschraubt, will nun aber wieder voll durchstarten.

Terwiel wagt den Sprung

Torhüter Banning spielte schon für Hamborn 07 in der Oberliga, war die letzten sieben Jahre dann eine Konstante in Mülheim. „Eine schöne Zeit, aber ich habe jetzt einfach eine neue Herausforderung gesucht und war vom Dinslakener Konzept überzeugt“, erzählt der 27 Jahre alte Kaufmann.

Vereinsintern stößt Lukas Terwiel zum Kader. Der 22-Jährige hat alle Jugendteams des MTV durchlaufen, spielte zuletzt in der vierten Mannschaft auf Linksaußen, ist aber eigentlich gelernter Kreisläufer und will nun versuchen, den großen Sprung in die „Erste“ zu schaffen.

Auch der vierte Neuzugang kennt sich in der Douvermannhalle bestens aus. Nils Kruse spielte bis zur B-Jugend für Rheinwacht, wechselte dann zu Tusem Essen, wo er in dieser Saison in der Bundesliga-A-Jugend und vor allem auch bei den Oberliga-Herren zum Einsatz kam. Der 18-Jährige gilt als großes Talent, hat im Dinslakener Rückraum natürlich aber auch große Konkurrenz. Weil Kruse in Kürze ein duales Studium mit Ausbildung im Gesundheitszentrum Lang beginnt, ist der Aufwand in Essen für ihn zu groß geworden. Die Rückkehr zum Heimatverein war die logische Konsequenz.

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