Handball

Mutloser MTV Dinslaken vergeigt Start gegen OSC Rheinhausen

Wael Ben Youssef (l.) ließ seine Stärke im Eins-gegen-Eins mehrfach aufblitzen, hatte jedoch auch schwächere Abschlüsse aus dem Rückraum. Seine Körpersprache in der zweiten Halbzeit war gut.

Wael Ben Youssef (l.) ließ seine Stärke im Eins-gegen-Eins mehrfach aufblitzen, hatte jedoch auch schwächere Abschlüsse aus dem Rückraum. Seine Körpersprache in der zweiten Halbzeit war gut.

Foto: Judith Michaelis / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Schwache Dinslakener unterliegen in eigener Halle in der Handball-Regionalliga dem Aufsteiger OSC Rheinhausen verdient 25:31.

Die Vorfreude war groß, die Grundstimmung optimistisch. Doch auf dem Parkett ging der Start für die Regionalliga-Handballer des MTV Rheinwacht völlig in die Hose. In eigener Halle unterlagen die Dinslakener vor rund 200 Zuschauern dem OSC Rheinhausen verdient mit 25:31 (11:18). Die Partie gegen den Aufsteiger aus dem Duisburger Westen gab die Mannschaft von Boris Lietz dabei schon in der ersten Hälfte aus der Hand.

„Das war eine mutlose Vorstellung mit einer Vielzahl von Fehlern. Wir haben uns im Angriff gequält und wirklich nichts Fließendes hinbekommen. Das darf so nicht passieren“, ärgerte sich Lietz hinterher. Die Schlappe sei dann trotz einer klaren Steigerung in Hälfte zwei vollkommen verdient gewesen.

MTV Dinslaken zehn Minuten ohne Treffer

Die Hausherren taten sich gegen einen kampfstarken und clever agierenden Kontrahenten von der ersten Minute an schwer, zu Chancen zu kommen. Bei einer 7:5-Führung (12.) waren die Dinslakener trotzdem noch sehr ordentlich im Spiel. Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf.

Vorne gab der MTV die Bälle reihenweise und viel zu leicht her. Zehn Minuten lang gelang Rheinwacht kein Treffer mehr, während es hinter Keeper Dean Christmann reihenweise einschlug. Immer wieder war Rheinhausens überragender Rechtsaußen Patrick Ranftler erfolgreich. Die Hypothek des daraus resultierenden 7:11-Rückstands (21.) schien die Dinslakener noch zusätzlich zu lähmen.

Dass der MTV zur Pause mit sieben Toren hinten lag, wobei die Referees dem OSC einen Treffer schenkten, der nie gefallen war, war die logische Konsequenz.

MTV-Torwart Christmann wird stärker

„Wir hatten überhaupt keinen Zug zum Tor“, klagte MTV-Linksaußen Marc Pagalies, mit neun Treffern am Ende bester Werfer seiner Mannschaft. Dabei habe sein Team einfach auch nicht die nötige Bereitschaft gezeigt. „So ein Derby gewinnst du über den Kampf. Da war Rheinhausen uns einfach voraus. Wir wollten auch, haben das aber irgendwie nicht auf die Platte bekommen“, befand Pagalies.

Der Wille, die Begegnung noch zu drehen, war den Dinslakenern dann zu Beginn von Hälfte zwei durchaus anzumerken, an der Umsetzung haperte es aber weiterhin. Beim 12:24 (42.) deutete sich schon ein richtiges Fiasko an. Doch als die Partie gelaufen schien, kam beim MTV die Lockerheit zurück. Vor allem Christmann hatte zwischen den Pfosten mit einer nun bärenstarken Leistung großen Anteil daran, dass die Gastgeber tatsächlich noch einmal in Reichweite kamen. Spätestens als Pagalies in Minute 51 auf 20:25 verkürzte, waren auch die Fans wieder da und eine erfolgreiche Aufholjagd zumindest wieder im Bereich des Möglichen.

Richtig spannend wurde es aber nicht mehr, weil der OSC die Nerven nicht verlor, sondern den Vorsprung clever verteidigte. Ein bisschen Hilfe bekamen die Gäste dabei auch von den Schiedsrichtern, die in dieser Phase viele unverständliche Entscheidungen gegen den MTV fällten. Bei den Dinslakenern wollte darüber hinterher aber niemand mehr reden. In Anbetracht der eigenen Leistung hätte das den Rheinwacht-Akteuren auch nicht wirklich gut zu Gesicht gestanden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben