Die SSVg Velbert agiert zuhause nicht glücklich gegen Fortuna Düsseldorf II und erhält mit einem 1:2 wieder einen Dämpfer im Abstiegskampf der Regionalliga West. Kurios dabei: Alle drei Tore vielen durch Elfmeter. Fußballerisch ging auf beiden Seiten sehr wenig.
Und so schnell kann die Welt in dieser Liga dann für ein einzelnes Team wieder anders aussehen. Mit einem Sieg hätte die einst fast schon abgeschlagene SSVg, die sich mit zuletzt drei 1:0-Auswärtssiegen in Folge wieder an die Nicht-Abstiegsplätze heran gerobbt hatte, bis auf einen Punkt an die Landeshauptstädter auf Platz 13 heranrücken können.
Stattdessen atmen die Düsseldorfer wieder auf und auch die anderen Konkurrenten der Velberter, wie Rödinghausen (die zudem noch zwei Spiele weniger auf dem Konto haben) und der Wuppertaler SV, können im Fall eigener Siege die Niederbergischen nach diesem Spieltag wieder ordentlicher auf Distanz halten.
Regionalliga West: Dämpfer für die SSVg Velbert – Fortuna Düsseldorf II atmet auf
Schuld daran war das spielerische Auftreten der Truppe von SSVg-Trainer Bogdan Komorowski insgesamt. Wobei man der Fairness halber sagen muss, dass auch die Düsseldorfer heute keine Ronaldos waren. In einem sehr schlechten Viertligaspiel traten aber vor allem die Velberter Gastgeber wieder einmal so auf wie man es von ihnen die meiste Zeit in dieser Saison gewöhnt ist.

„Meine Jungs haben alles rausgehauen“, zog Komorowski jedoch ein recht gegensätzliches Fazit auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Er wird sicherlich wissen, dass auch er kein anderes Spiel als die nur 657 Zuschauer in der Velberter IMS-Arena gesehen hat. Komorowski ist aber eher der Typ Optimist und Motivator, der sich vor seine Mannschaft stellt. Und was bleibt ihm auch anderes übrig, wenn der Velberter Traum vom Regionalliga-Verbleib weiter leben soll?
SSVg Velbert: Ein Unglücksrabe verursachte beide Elfmeter gegen Düsseldorf
Und auch Fortunas Coach Jens Langeneke schien heute durch eine etwas andere Brille am Spielfeldrand zugeguckt zu haben. Beide Trainer gaben an, ein betont kämpferisches Spiel mit Phasen, in denen gut Fußball gespielt wurde, gesehen zu haben. Der Düsseldorfer Trainer hätte dabei aber gerne noch zwei Rote Karten gegen Velbert gesehen.

Zumindest eine gegen Kilian Wagenaar in der Szene, die zum zweiten Elfmeter führte, wäre berechtigt gewesen. Für Bogdan Komorowski wiederum war die Situation kurz vor der Pause, die zum ersten Elfmeter für die Düsseldorfer führte, aber wichtiger. Dabei wäre sein Team ungeschickt in einen Konter gerannt. „Daraus müssen wir lernen.“
Schon am Mittwoch gegen den nächsten direkten Konkurrenten im Abstiegskampf – die U21 VfL Bochum, die mit ihrem Sieg heute die SSVg wieder auf den Vorletzten Tabellenplatz verwies – können die Velberter ihre Lernfähigkeit beweisen.
Regionalliga West live: SSVg Velbert - Fortuna Düsseldorf II 1:2
Den Spielverlauf gibt es hier noch einmal zum Nachverfolgen aus unserem Liveticker.


