TISCHTENNIS

Borussia brauchte „Bayern-Dusel”

Foto: WALTHER-fotodesign

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In Ochsenhausen blieb der Zuschauerrekord aus: nur 2500 statt der erhofften 6000 Fans.

Das war, so würden Fußballfreunde sagen, „typischer Bayern-Dusel”: Titelverteidiger Boussia kam im Spitzenspiel der Deutschen Tischtennis Liga bei TTF Ochsenhausen zu einem „durchaus auch glücklich zu nennenden 3:2-Sieg”, wie TTF-Manager Rainer Ihle erklärte.

Womit sich gleich zwei Hoffnungen der TTF zerschlugen. Nur 2500 Zuschauer – anstatt der geplanten Rekordzahl von 6000 Fans – waren in die nach einem Sportwagenhersteller benannte Stuttgarter Arena gekommen. Und dann gab es statt des erhofften Sieges auch noch eine Niederlage des enttäuschen Gastgebers.

Obwohl Gäste-Trainer Dirk Wagner sein Team im Stile eines alles wagenden Glücksspielers aufstellte. Und am Ende als „Hasadeur” alles gewann. Europameister Timo Boll spielte als Nummer Zwei nur ein Einzel und am Ende im mit Christian Süß europameisterlich auftrumpfenden Doppel. Dimitrij Ovtcharov lief als Nummer Eins auf und kam nach seiner 1:3-Schlappe gegen Adrian Crisan gegen den Taiwanesen Chih Yuan Chuang nach Abwehr eines Matchballes zum Erfolg. Ein einziger Ball also fehlte Ochsenhausen nur zum 3:1-Sieg über den Double-Gewinner.

Auch, weil Doppel-Europameister Christian Süß sein Enzel mit dem EM-Dritten im Doppel, Tiago Apolonia, nach teilweise hochklassigem Spiel im fünften Satz klar verlor.

Ein Ball von der Niederlage entfernt

Borussen-Manager Andres Preuß atmete um 21.10 Uhr nach dem 190-Minuten-Match erleichtert auf: „Wir haben 1:2 zurückgelegen und waren einen Ball von der Niederlage entfernt. Ich bin heilfroh, dass wir das Spiel gewonnen haben.” Ein Sonderlob bekam Nationalspieler Ovtcharov: „Dimitrij hat bei seinem Sieg gegen Chuang eine starke Leistung gezeigt und in wichtigen Phasen ruhig, überlegt und eiskalt agiert.”

Allerdings war dem so wichtigen Erfolg eine schwächere Darbietung des Weltranglisten-13. gegen den Rumänen Crisan (WRL 24) vorangegangen. Eine 7:2-Führung gegen Chuang im fünften Satz reichte nicht aus.

Borussen-Coach Dirk Wagner: „Wir fahren jetzt mit einem Sieg nach Hause. Eigentlich war es nicht nötig, hier so zu zittern.”

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