Leichtathletik

Zapalska verlässt den ART

Düsseldorf.   Die Hürdensprinterin wechselt zum TV Wattenscheid. Bessere Trainingsbedingungen sind ausschlaggebend für den Wechsel. Der ART hat unlängst für Ersatz gesorgt. So entschied sich Sandra Gottschalk vom LC Jena bereits im Sommer für einen Tapetenwechsel an den Rhein.

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Durch die gute Jugendarbeit in den vorherrschenden Vereinen befindet sich die Düsseldorfer Leichtathletik stark im Aufwind. Vor allem Monika Zapalska hat der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt mit ihren Auftritten viel Freude bereitet. Nun hat sich Deutschlands elft-schnellste Hürdensprinterin von 2014 (100 Meter in 13,49 Sekunden) allerdings dazu entschieden, den ART in Richtung Ruhrgebiet zu verlassen. So wird die 20-Jährige in Zukunft für den TV Wattenscheid auf Titeljagd gehen. Der Einjahresvertrag wurde bereits unterschrieben.

Zwei Möglichkeiten zur Auswahl

„Ich hatte zwei Möglichkeiten den Verein zu wechseln, entweder nach Wattenscheid oder nach Leverkusen. Nach langer Überlegung habe ich mich dann für Wattenscheid entschieden. Es ist ein sehr großer Verein, der mir mehr Möglichkeiten bietet, als der ART“, begründet Zapalska ihre Entscheidung und benennt in diesem Zusammenhang ein zusätzliches Aufgebot medizinischer Fachkräfte, wie Physiotherapeuten und Ärzte.

Doch auch wenn sie dem Lockruf aus Wattenscheid gefolgt ist, fiel ihr der Abschied aus Düsseldorf nicht gerade leicht. „Ich habe sehr lange mit Silvio Zein trainiert und viel bei den Wettkämpfen und im Training erlebt. Es war schon schwer sich zu trennen, aber ich habe eine gute Entscheidung getroffen“, berichtet Zapalska.

Beim TVW will die DM-Achte den nächsten Schritt ihrer noch jungen Karriere machen. Und nachdem sie bereits in Düsseldorf viele nationale und auch internationale Erfolge feiern konnte – darunter einen siebten Platz bei den U20-Europameisterschaften in Rieti – ist damit der Aufschluss zur vordersten Deutschen Spitze gemeint. Um diesem Ziel näher zu kommen, nimmt die ambitionierte Sportlerin auch einige Umwege in Kauf: „Im Moment wohne ich noch zu Hause in Ratingen. Aber immer wenn ich mal mehr trainiere, das heißt zweimal am Tag, dann übernachte ich im Internat“, erklärt Zapalska.

Mit Begeisterung sprach die Athletin derweil auch von ihren ersten Eindrücken der neuen Umgebung: „Ich bin sehr zufrieden. Alle sind nett und freundlich“, sagt sie und lobt dabei ausdrücklich die Trainingsgruppe rund um ihren neuen Trainer Slawo Filipowski. Denn im Gegensatz zu Düsseldorf, wo Zapalska alleine trainieren musste, hat sie in Pamela Dutkiewicz nun eine extrem starke Teamkameradin an ihrer Seite – zurzeit Vierte in Deutschland mit der Bestleistung von 12,95 Sekunden über 100 Meter.

Gottschalk kommt als Ersatz

Aber auch der ART hat unlängst für Ersatz gesorgt. So entschied sich Sandra Gottschalk vom LC Jena (26. in Deutschland mit 13,88 Sekunden) bereits im Sommer für einen Tapetenwechsel an den Rhein. Aufgrund einer Verletzung (Kreuzbandriss) befindet sich ihr Debüt allerdings noch im Wartestand. Und entgegen der eigentlichen Planung der Düsseldorfer, wonach das Duo Zapalska/Gottschalk gemeinsam für erfolgreiche Zeiten sorgen sollte, stehen sich die beiden Hürdentalente in den künftigen Wettbewerben nun doch wieder als Rivalinnen gegenüber.

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