Die U-16-Wasserballer des Duisburger SV 98 haben sich ihren Traum erfüllt. Bei der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, die in der Schwimmhalle Schöneberg in Berlin stattfand, sicherten sich die Blau-Weißen die Bronzemedaille. Daran hatten vor sechs Jahren selbst kühnste Optimisten nicht geglaubt. Seinerzeit lag die Jugendarbeit des Altmeisters am Boden.

So liefen die Spiele

Im Auftaktspiel hatte der NRW-Meister bei den Schiedsrichtern einen schweren Stand. Diese pfiffen acht persönliche Fehler gegen die SG Neukölln und 17 gegen die 98er. Für die Leistungsträger Aca Jovanovic (9.), Justin Blidchenko (13.) und Diego Fromme (15.) war das Spiel, in dem die Gäste bis zum 5:4 (14.) führten, schon vor der Halbzeit beendet. Am Ende hieß es 7:17 (3:2, 2:5, 1:9, 1:1).

Die anschließende 4:13 (0:3, 0:1, 1:4, 4:5)-Niederlage gegen den OSC Potsdam, der im Jugendbereich seit vielen Jahren vorne mitmischt, war erwartbar. Das letzte Duell mit dem Süd-Meister Post-SV Nürnberg avancierte somit zum Spiel um Platz drei. Die 98er behielten nach einem schwachen Start (0:3, 5.) die Nerven und mit 13:11 (1:3, 4:2, 4:2, 4:4) die Oberhand.

Für unser Team und für unseren Verein ist der dritte Platz zweifellos ein großer Erfolg.

Achim Baran, Sportlicher Leiter der Duisburger SV 98

„Für unser Team und für unseren Verein ist der dritte Platz zweifellos ein großer Erfolg“, sagte Achim Baran, der sportliche Leiter der 98er: „Wichtiger für uns ist allerdings die Entwicklung, mit der wir im Land NRW und für unsere Sportstadt Duisburg in der Kürze der Zeit sportliche Möglichkeiten erneut vorbildlich aufgezeigt haben. Sie zeigt eindrucksvoll, wie Ergebnisse zustande kommen, wenn gemeinsam daran geglaubt und hart gearbeitet wird.“

Hoffnung auf Unterstützung

Mit dem großen Erfolg verbindet Baran „die tiefe Hoffnung auf eine nachhaltige Unterstützung des Landes NRW, der Stadt Duisburg und DuisburgSport, um unser Niveau nicht nur halten, sondern auch ausbauen zu können, um unsere zweifellos vorhandenen Potentiale ausschöpfen lassen zu können.“ Dies erfordere bessere Trainingsbedingungen für den so trainingsintensiven Wasserballsport. Die Wettbewerber an Standorten wie Berlin, Potsdam, Hannover und mittlerweile auch Stuttgart und Nürnberg würden am Tag mehr Trainingszeiten nutzen als sie den 98ern im Monat zur Verfügung stünden. „Wir werden im Sinne unserer Athletinnen und Athleten nicht nachlassen, diese Unterstützung einzufordern“, so Baran.

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Die erfolgreiche Mannschaft (Anzahl Tore in Klammern): Sergej Cosovic, Maximilian Bremer, Maximilian Komfort (1), Leonard Vollmert, Aca Jovanovic (7), Adrian Petrovic (4), Diego Fromme (1), Erik Hennig (6), Justin Blidchenko (3), Fadi Said (1), Noori Rashid, Jonah Nakaten (1), Erik Hoffmann, Arvid Puls, Ilja Milovanov.

Der Nachwuchs des ASCD hat die Saison als Achter beendet. Beim Platzierungsturnier im Stuttgarter Sportbad Neckarpark waren die White Sharks Hannover (3:21), der SV Cannstatt (13:18) und die SV Krefeld 72 (7:13) erwartungsgemäß zu stark für das Team von Guido Niechcial. (kök)

Tore gegen Hannover: Petar Bascarevic, Niechcial, Satter.

Tore gegen Cannstatt: Niechcial (4), Pavle Bascarevic, Satter (je 3), Petar Bascarevic (2), Markovic.

Tore gegen Krefeld: Satter (4), Daszek, Pavle Bascarevic, Petar Bascarevic.