Wer rastet, der rostet. Auch wenn Helmut Balke an diesem Freitag seinen 75. Geburtstag feiert, denkt er noch längst nicht an den Ruhestand. Der frühere Fußball-Profi hat vor rund einem Jahrzehnt zusammen mit einem Partner der Büroausstattungsfirma Zöllner & Etteldorf in Neumühl übernommen und hat noch immer Freude daran, im Berufsleben zu stehen.
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„Ich habe eine schöne Runde gedreht“, sagt Helmut Balke mit fröhlichem Augenzwinkern. Der gebürtige Hamborner, der bei Hamborn 90 seine Jugendzeit verbrachte und die ersten Schritte im Seniorenbereich bei Hamborn 07 machte, durchquerte anschließend praktisch einmal ganz Nordrhein-Westfalen. Nach Stationen bei Preußen Münster, Arminia Bielefeld und dem Bonner SC erlebte er seine ganz große Zeit bei Alemannia Aachen. Am Tivoli kickte Balke von 1977 bis 1983 und war in dieser Zeit unverzichtbare Stammkraft im zentralen Mittelfeld mit über 200 Pflichtspieleinsätzen.
Der Karlsruher SC hatte an mir Interesse. Aber als die dann gehört haben, dass ich schon 32 Jahre alt bin, ist daraus nichts geworden.
Helmut Balke, ehemaliger Fußballprofi
Damals hätte es auch fast mit dem geklappt, was Helmut Balke als Krönung seiner „kleinen Karriere“, wie er es selbst nennt, gern erlebt hätte: dem Sprung in die Erstklassigkeit. „Der Karlsruher SC hatte an mir Interesse. Aber als die dann gehört haben, dass ich schon 32 Jahre alt bin, ist daraus nichts geworden“, erinnert er sich mit leichtem Bedauern zurück. Als 1983 in der Kaiserstadt Schluss war, ging es zurück in die Heimat. Der MSV, der gerade seine durchwachsene erste Zweitligasaison hinter sich gebracht hatte, holte den Routinier. In einem starken Kader reichte es unter Trainer Luis Zacarias nur noch zu zehn Einsätzen, doch Balke denkt gern daran zurück, wie er mit den Zebras damals in der Spitzengruppe mitmischte und am Ende erst in der Relegation gegen Eintracht Frankfurt der Wiederaufstieg verpasst wurde.

Darüber, wie es nach einem Jahr im Streifendress weiterging, gibt es in den einschlägigen Datenbanken wie Weltfussball.de eine weitverbreitete Fehlinformation. Demnach soll Balke noch einmal zu Hamborn 07 zurückgekehrt sein, damals gerade aus der Oberliga abgestiegen. „Das stimmt aber nicht. Ich bin zu Hertha Hamborn gewechselt“, korrigiert er. Mit den Neumühlern schaffte er den Aufstieg in die Bezirksliga, hatte auch zeitweise schon das Traineramt inne. Das übernahm er später beim Landesligisten DSV 1900, half danach noch einmal als Kicker beim DFV 08 unter Coach Uwe Müller aus, stieg dann noch als Trainer mit der MSV-Zweitvertretung in die Bezirksliga auf. In den 2000er-Jahren war er schließlich als Co-Trainer bei der A-Jugend des SuS 09 Dinslaken an der Seite von Dirk Lotz aktiv.
Das vollendete Dreivierteljahrhundert feiert Helmut Balke „in kleiner Runde, ohne großes Tamtam“, in der Duisburger Heimat, die ihn nach dem längeren Ausflug längst zurück hat. Dokumentiert ist die bunte Karriere durch die Geburtsorte seiner drei Söhne: einer kam in Bielefeld zur Welt, einer in Aachen, einer in Duisburg...


