Trauer um Werner Rinaß: Der „Walsumer Jung“, der erst bei Hamborn 07 glänzte und es dann bis in die Fußball-Bundesliga schaffte, ist am Donnerstag im Alter von 85 Jahren in Bottrop gestorben.
Weitere Artikel:
Als zehntes von zwölf Kindern wurde Hans-Werner Rinaß, wie er vollständig hieß, am 13. Januar 1939 im damals eigenständigen Walsum geboren. In jungen Jahren entwickelte sich seine große Begeisterung für den Fußball. „Sein großes Vorbild war Fritz Walter. Ich musste ihm immer den Ball zuwerfen, er hat ihn dann gestoppt und angenommen. So hat sich sein Talent entwickelt“, erinnert sich sein jüngerer Bruder Reiner. Seine Begabung zeigte er im Nachwuchs der Sportfreunde Vierlinden und der Sportfreunde Walsum 09, ehe er 1959 zu Hamborn 07 wechselte. Die Löwen waren gerade wieder in die Oberliga West aufgestiegen. Rinaß wurde dort als halblinker Angreifer zum Stammspieler und war in der Saison 1960/61 mit zwölf Treffern bester Torschütze seines Teams.

Für Hamborn reichte es 1963 nicht zur Qualifikation für die neue Bundesliga, doch Werner Rinaß sollte dort spielen. Er wechselte zum 1. FC Saarbrücken, mit dem er allerdings den sofortigen Abstieg hinnehmen musste. Nach dem verpassten Wiederaufstieg schloss er sich Eintracht Braunschweig an. Dort verbuchte er im ersten Jahr 13 Einsätze, in der folgenden Saison, in der die Niedersachsen sensationell Deutscher Meister wurden, blieb er jedoch komplett außen vor. „Trainer Helmuth Johannsen hat ihn links liegen gelassen, aber den Verein wechseln durfte er auch nicht“, so Reiner Rinaß, der unter anderem von Interesse seitens des FC Bayern München berichtet. Stattdessen klang die Karriere des beidfüßig starken Stürmers in der Regionalliga bei Schweinfurt 05 und der DJK Gütersloh aus.
Schließlich kehrte Werner Rinaß in seine Heimat zurück und spielte für Walsum 09 sowie den STV Hünxe. In Hünxe, wo er sich niederließ, war er später auch als Trainer tätig.


