Als die Schlusssirene ertönte, brandete Jubel in der Halle auf – und die Spielerinnen fielen sich in die Arme. Dabei ging es „nur“ darum, wer Platz drei und wer Platz vier in der West-Gruppe der 1. Hallenhockey-Bundesliga der Damen belegt. Aber es war eben auch ein Derby – und dann noch eines mit einem kuriosen Hinspiel. Letztlich aber gewann der Club Raffelberg mit 7:5 (2:2) gegen den HTC Uhlenhorst Mülheim und geht mit dem „Bronzerang“ über die Ziellinie. Verbunden mit einer Belohnung in Form einer Play-off-Teilnahme ist das Ganze nicht. Aber auch Prestige spielt im Sport eine große Rolle.

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Das Hinspiel war völlig irre. Da führten die Duisburgerinnen auswärts in Mülheim bereits mit 4:0, nur um dann doch nach einem 4:5, das in den letzten zehn Minuten zustande kam, als Verliererinnen nach Hause zu fahren. Damals nahm der Mülheimer Coach eine Torhüterin für eine sechste Feldspielerin vom Feld. Eben rund zehn Minuten vor dem Ende. Klingt waghalsig, ist aber weniger gefährlich als im Eishockey, da beim Hallenhockey nur Tore aus dem Schusskreis zählen.

Das war völlig verdient, die Mädels haben clever gespielt.

Susi Wollschläger, Trainerin des Club Raffelberg

Aktuell wäre es beinahe zu einem Déjà-vu gekommen. Elf Minuten vor dem Ende lag der CR daheim mit 5:2 vorne, ehe das gleiche Spiel begann. Zwar erhöhte Anneke Maertens per Empty-Net-Goal auf 6:2, doch bis zur 58. Minute kam Uhlenhorst durch die künstliche Überzahl auf 5:6 heran. Doch Giulia Funkel erlöste ihr Team mit einem weiteren Empty-Netter, das sogar in 4:6-Unterzahl. Das war schon ihr viertes Tor; außerdem waren Caro Schmid und Sarah Gehring erfolgreich. „Das war ein richtig gutes Spiel von uns“, freute sich Trainerin Susi Wollschläger über einen gelungenen Abschluss der Hallensaison. „Das war völlig verdient, die Mädels haben clever gespielt.“ Nun steht eine kurze Trainingspause an, ehe schon die Vorbereitung auf die Feld-Rückrunde beginnt. Am Samstag gab es die erwartbare 2:10 (0:6)-Niederlage beim Düsseldorfer HC. Es trafen Sophia Mersmann und Milia Landmesser.

Trainer Tim Leusmann freute sich über den wichtigen Erfolg der CR-Herren.
Trainer Tim Leusmann freute sich über den wichtigen Erfolg der CR-Herren.© FUNKE Foto Services | Michael Dahlke

So weit sind die Raffelberger Herren noch lange nicht. Sie sind nun in die Rückrunde der 2. Bundesliga West gestartet, das allerdings erfolgreich: Am Kurtekotten gewann der CR mit 5:3 (2:0) bei Schlusslicht RTHC Bayer Leverkusen, das daheim allerdings bemerkenswert stark auftritt. Raffelberg zog auf 2:0 davon, doch ab der 37. Minute waren die Gastgeber im Spiel, die immer wieder auf ein Tor verkürzten, ehe die Duisburger wieder vorlegten. „Das war tatsächlich ein schweres Spiel, immerhin hat Leverkusen zu Hause ein Remis gegen den Düsseldorfer HC geholt“, sagte Trainer Tim Leusmann. Doch der CR spielte stark; erstmals absolvierte Julius Stadtmüller ein Hallenspiel auf Bundesliga-Ebene. Es trafen René Kramhöller, Tim Basfeld (je 2) und Mats Langhanki.