Der Revierkracher ist längst ausverkauft: Fußball-Regionalligist MSV Duisburg hat die 27.117 verfügbaren Tickets für das Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen am Freitag, 31. Januar, 19.30 Uhr, innerhalb von drei Tagen an den Fan gebracht. Nichts geht mehr! Nun können die Freundinnen und Freunde der Zebras, die leer ausgingen, zumindest symbolisch dabei sein. Der MSV startete am Freitag einen Geisterticket-Verkauf für die Südtribüne, die aus Sicherheitsgründen am Spieltag leer bleiben muss.

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MSV-Marketingchef Christian Koke saß für ein Vereinsvideo auf einem Platz der Südtribüne, die am Freitag eine Geistertribüne sein wird. „4057 Plätze sind frei. Das tut schon irgendwie weh“, wirbt Koke für den Kauf von „MSVereint-Tickets“. Nachdem die offiziellen Verkaufsschalter geschlossen waren, hatten Fans bereits in den sozialen Medien angeregt, virtuelle Eintrittskarten für das Spiel zu verkaufen. Während der Corona-Pandemie hatte es beim MSV solche Aktionen bereits gegeben.

MSV: Virtuelle Tickets kosten fünf Euro

Ab sofort sind die Tickets im Onlineshop des MSV zum Preis von fünf Euro erhältlich. Die Karten berechtigen dann auch tatsächlich dazu das Spiel live zu verfolgen – am heimischen Bildschirm. Der Vorverkauf läuft bis zum Mittwoch, 29. Januar, 12 Uhr. Verbunden mit den Tickets ist ein einmaliger kostenloser Zugangs-Code zur Liveübertragung beim neuen Anbieter „Leagues“, der als Nachfolger von „Sporttotal“ die Spiele der Fußball-Regionalliga im Stream überträgt.

Wie der MSV Duisburg mitteilte, fließt der Erlös aus dieser Ticketaktion in einen Spendentopf. Bereits im vergangenen Jahr besuchte der MSV zusammen mit Kooperationspartnern Duisburger Schulen und soziale Einrichtungen. So erhielten viele, zumeist junge Menschen die Möglichkeit, ein Heimspiel des MSV Duisburg zu besuchen. Sponsoren der Zebras haben zusätzlich 10.000 Euro für dieses Projekt zur Verfügung gestellt.

Um die Südtribüne bei Topspielen nicht nur virtuell, sondern auch real zu füllen, sind bauliche Veränderungen notwendig. Aktuell ist eine Trennung der Fanlager in diesem Bereich nicht möglich. Zu Bundesliga-Zeiten war die Duisburger Arena mehrfach mit 31.500 Zuschauerinnen und Zuschauern ausverkauft gewesen. Allerdings haben sich in den letzten 20 Jahren die Sicherheitsregeln massiv verändert. „Wir sind an Lösungen mit dem Stadionbetreiber dran, dass wir hoffentlich bald eine andere Situation im Stadion vorfinden“, verspricht Christian Koke.