Die Verantwortlichen des OSC Rheinhausen sind in dieser Saison immer mal wieder für eine Überraschung gut. Anfang November zauberten Abteilungsleiter Klaus Stephan, Trainer Thomas Molsner und ihre Mitstreiter Oliver Milde aus dem Hut. Die zeitweilige Reaktivierung des ehemaligen Bundesliga-Spielers zahlte sich aus. Er warf im Spiel beim TuSEM Essen prompt den Siegtreffer und sorgte auch anschließend dafür, dass die Rheinhauser den Ausfall von Daniel Zwarg kompensieren konnten und Stabilität in ihr Team bekamen.

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Der zweite Streich mit Aha-Effekt war die Verpflichtung von Kaan Taymaz. Gefühlt die halbe Regionalliga wollte den 26-Jährigen nach dem Rückzug der HG Remscheid verpflichten. Der OSC machte das Rennen und hofft nun darauf, dass Taymaz trotz der weiten Anreise über den Sommer hinaus an Bord bleibt.

Max Schlögl (Mitte), hier noch im Trikot des VfL Gladbeck, spielt ab sofort für den OSC.
Max Schlögl (Mitte), hier noch im Trikot des VfL Gladbeck, spielt ab sofort für den OSC.© FUNKE Foto Services | Stephan Lucka

Beim dritten Soforttransfer liegen die Dinge anders. Denn eigentlich war Kreisläufer Max Schlögl erst als Neuzugang für die nächste Saison vorgesehen. Weil er aber aktuell durch den Umzug nach Düsseldorf ohne Verein war, stößt er bereits jetzt zum Vierten der vierten Liga. Schlögl begann beim ASV Senden mit dem Handball, spielte anschließend für die TSG Harsewinkel und half zuletzt drei Monate beim VfL Gladbeck aus. „Ich habe mich für den OSC entschieden, weil mir die starke Truppe und die gute Atmosphäre im Team sehr gefallen“, erklärt Schlögl: „Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mir das Vertrauen gegeben, dass ich mich hier sportlich weiterentwickeln kann.“ Der 25-Jährige füllt zusammen mit Nik Dreier (MTV Rheinwacht Dinslaken) die Lücke, die Matthias Meurer (DJK Adler Königshof) und Daniel Küpper-Ventura (TV Oppum) nach dem Saisonende hinterlassen. Bis zum Saisonende drei Kreisläufer im Kader zu haben, bezeichnet Thomas Molsner als „Luxussituation“.

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Für die Abwanderer beginnt am Samstag (19.30 Uhr, Krefelder Straße) der Countdown. Zehn Mal tragen sie noch das OSC-Jersey. Im Duell mit dem BTB Aachen, als Zehnter zurzeit auf dem letzten Abstiegsplatz, sind die Rheinhauser favorisiert. Einfach wird sich der fünfte Sieg in Serie aber sicher nicht realisieren lassen. In Linkshänder Carsten Jacobs, der eigentlich kürzer treten wollte, haben die „Bandits“ einen der besten Spieler der Liga in ihren Reihen. Auch Simon Bock, Tim Schnalle (beide Rückraum) und Noah Wudtke (Linksaußen) genügen hohen Ansprüchen, Trainer Simon Breuer-Herzog sowieso. Der 41-Jährige zählte in seiner aktiven Zeit in Korschenbroich und Ferndorf zu den besten Mittelmännern der Zweiten Liga.

„Wir wollen die Scharte aus dem Hinspiel, wo wir wirklich nicht gut gespielt haben, auswetzen und uns weiter von unten absetzen“, richtet sich Thomas Molsner auf harte Gegenwehr ein: „Aachen hat richtig gute Leute in seinen Reihen und braucht dringend Punkte. Wir werden erneut eine starke Leistung anbieten müssen, um zu gewinnen.“ (kök)