Auf den letzten Metern zu vorgerückter Mittagsstunde wird auf dem Kalkweg deutlich, welcher Zauber mit einem Marathon einhergeht. Läuferinnen und Läufer gehen oder schleichen Richtung Ziel in der Duisburger Arena. Sie mobilisieren noch einmal die letzten Kräfte. Muskeln und Gelenke schlagen längst Alarm. Am Straßenrand gibt es letzte Erfrischungen und wichtige aufmunternde Worte von Passanten. Dazu knattern die Dieselmotoren von den Reinigungsfahrzeugen. Sieger Berno Hildebrand aus Bonn sagte am Sonntag, dass die letzten Kilometer eines Marathons nicht die schönsten seien, der Einlauf im Duisburger Stadion dann aber der größte Lohn für alle Qualen sei.

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Fast 8000 Teilnehmer, steigende Zahlen beim klassischen Marathon und verbesserte Zeiten der Finisher geben dem Stadtsportbund und dem LC Duisburg als Ausrichter recht: Grundsätzlich fahren sie ein Konzept, das sich bewährt hat und Anklang bei den Läuferinnen und Läufern findet. Verbesserungen sind immer denkbar, und so ist es legitim, dass die Veranstalter sich nun Gedanken darüber machen, wie sie im kommenden Jahr mit Veränderungen an der Laufstrecke die Attraktivität des Rhein-Ruhr-Marathons steigern.

Aus dem Blickwinkel eines (ehemaligen) 4:30/5:00-Stunden-Läufers: Die Verantwortlichen sollten eben jene Marathonis im Blick haben, die, wie der geschätzte Kollege Roland Leroi, auf den letzten Metern noch einmal alles herausholen müssen. Auf der Duisburger Strecke gibt es einige Bereiche, in denen die Läuferinnen und Läufer sehr, sehr einsam sind. Es macht Sinn zu versuchen, belebtere Straßen zu finden. Ob da ein Rundkurs hilft, der dann zweimal zu laufen ist, ist zumindest diskutabel. Nach einem Halbmarathon noch einmal Kräfte zu mobilisieren, um dieselbe Strecke noch einmal zu bestreiten, erfordert dann eine besondere Willensstärke.