So verabschiedet man eine Legende standesgemäß. In Dauerschleife schallte am späten Samstagnachmittag „Deeeennis Eidner“ über das Vereinsgelände des ASC Duisburg am Barbarasee. Die kleinen Fans des Wasserball-Bundesligisten, die sich putzigerweise selbst „Ultras“ nennen, hatten sich für ihr Vorbild nochmal mächtig ins Zeug gelegt, Plakate gebastelt, vor Spielbeginn eine schwarz-gelbe Pyrotechnik-Einlage abgeliefert, die Fahnen geschwenkt, eifrig getrommelt und gesungen.
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Der Gehuldigte ließ sich im letzten Spiel seiner erfolgreichen Karriere nicht lumpen. In der Schlussphase steuerte Dennis Eidner drei Treffer zum 19:11 (5:4, 3:0, 4:4, 7:3)-Erfolg über den OSC Potsdam bei. Nach dem hart erkämpften 10:8 in der Vorwoche entschied der ASCD die Serie um Platz drei locker-leicht für sich. Die Bronze-Medaille schimmert silbern, waren die Amateure im Halbfinale Spandau 04 Berlin doch auf Augenhöhe begegnet. Der Rekordmeister musste in den Endspielen die Überlegenheit von Waspo 98 Hannover anerkennen. Die Niedersachsen, für die die früheren ASCDler Mark Gansen und Lukas Küppers die Kappe schnüren, machten am Samstagabend durch ein 12:7 im Volksbad Limmer das Double perfekt.
Platz drei für den ASC Duisburg
Der ASCD ließ im „kleinen Finale“ keine wirklichen Zweifel aufkommen. Dass Potsdam nach der 3:0-Führung zum 4:4 (8.) ausgleichen konnte, war unnötig. Anschließend agierten die Gastgeber dafür souveräner, als man das erwarten durfte. Schon Mitte des dritten Viertels war der Drops gelutscht.
Mit Dennis Eidner geht der letzte Double-Gewinner von 2013 von Bord. Der Centerspieler war ein Jahr zuvor aus Spandau nach Wedau gekommen.
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Insgesamt haben die Amateure fünf Abgänge zu verzeichnen. Tobias Kammermeier war im Januar zur SV Krefeld 72 zurückgekehrt, der brasilianische Nationaltorhüter Guilherme Barella kurz darauf nach São Paulo. Finn Burgsmüller schwamm am Samstag zum letzten Mal zwischen den ASCD-Pfosten. Der Student tritt sportlich kürzer und könnte künftig wieder für die SGW Solingen/Wuppertal in der Zweiten Liga West spielen. Schwer wiegt der Abgang von Denys Gusakov. Der 24-jährige Ukrainer war Im Sommer nach Duisburg gewechselt und prompt zur wichtigen Stütze avanciert. Am Samstag traf „Gus“ sechs Mal und zog damit in der internen Torschützenliste noch an Sascha Seifert vorbei. Seinen Traum, Wasserball-Profi zu sein, will Gusakov nun im Land des Rekord-Weltmeisters weiterleben. In der ungarischen Profi-Liga Országos Bajnokság wird er dem Vernehmen nach für den jüngst zehntplatzierten Miskolci VSC ins Becken springen. Zwei Torhüter, ein Center, ein Torjäger, ein Ergänzungsspieler — der Transfer-Sommer wird für die ASCD-Verantwortlichen sportlich.
Tore: Gusakov (6), Eidner, Johnsson, Simic (je 3), Lennox Metten (je 2), Elias Metten, Nitta.
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